In Glarus, wo die Luft noch nach frisch gebackenem Brot duftet und die Berge sich majestätisch über das Tal erheben, proben die Musiker der Harmoniemusik Glarus für das Eidgenössische Musikfest in Biel. Nach einer langen Pause von zehn Jahren nimmt dieser Wettbewerb endlich wieder Fahrt auf. Tambourmajor Noël Oertli, ein echter Motivator, leitet die Proben und sorgt dafür, dass jede Note sitzt. Die Ambitionen der Harmoniemusik sind hoch – sie wollen nicht nur teilnehmen, sondern auch einen guten Rang erreichen! Das ist kein Zuckerschlecken: Fünf Klassen werden auf dem Wettbewerb vertreten sein, und jedes Ensemble hat die Herausforderung, drei Werke vorzutragen: zwei Konzertstücke sowie einen Marsch.

Ein Pflichtstück, das den Musikern für 2026 nicht aus dem Kopf gehen wird, ist „Endless Peace“ von Pierre-Etienne Sagnol. Doch während die Musik in den Proben erklingt, schwingt auch eine gewisse Anspannung mit. Die Harmoniemusik hat interne Spannungen zu bewältigen, besonders zwischen den jüngeren und älteren Mitgliedern. Die plötzliche Abwesenheit des ehemaligen Dirigenten Frits Damrow hat die Gruppe zusätzlich gefordert. Doch mit Melanie Müller an der Spitze ist ein neuer Wind durch die Reihen geweht. Sie bringt frischen Elan in die Proben und hat das Team fest im Griff.

Der Countdown zum Wettbewerb

Die Zeit drängt und die Proben werden intensiver. Es ist nicht nur die Musik, die die Mitglieder fordert. Vereinsleben verlangt auch Verbindlichkeit und Zeit, und nicht jeder kann dem gerecht werden. Max Gnant hat in seinem Theaterstück die Herausforderungen und Spannungen von Blasmusikvereinen thematisiert – ein Stück, das vielleicht auch den einen oder anderen Musiker zum Nachdenken anregen könnte. Trotz aller Schwierigkeiten bleibt die Freude am Spielen im Vordergrund. Egal, wie der Wettbewerb ausgeht, das gemeinsame Erlebnis zählt. Es ist ein bisschen wie bei einem guten Wein: Die besten Erinnerungen entstehen oft aus den kleinen Momenten, die nicht perfekt sind.

Die Anreise nach Biel wird für einen Musiker etwas verspätet, aber das kann die Vorfreude auf das gemeinsame Erlebnis nicht trüben. Am 14. Mai wird das Eidgenössische Musikfest feierlich eröffnet, und die Harmoniemusik Glarus wird Teil dieser grandiosen Veranstaltung sein. Mit rund 25.000 Teilnehmenden und über 100.000 Besuchern ist das EMF der bedeutendste Blasmusik-Wettbewerb der Schweiz. Vortragslokale präsentieren 13 Musikvereine vor einer Expertenjury, während die Parademusik in Zeitblöcke eingeteilt ist – alles muss sitzen! Und das, obwohl das Wetter am zweiten Tag unbeständig sein könnte. Immerhin wird die Parademusik trotz trübem Wetter stattfinden, und das Publikum wird sich nicht abhalten lassen, die Klänge zu genießen.

Ein Fest der Musik und Gemeinschaft

Biel/Bienne wird zum dritten Mal Austragungsort des EMF sein – das letzte Mal 1976. Unter dem Motto „Musik verbindet“ wird ein Stadtfest mit Rahmenprogramm die Besucher anziehen. Man könnte sagen, es ist ein großes Wiedersehen für die Blasmusikszene. Über 550 Musikvereine treten in verschiedenen Kategorien an, und der Titel „Schweizermeister für fünf Jahre“ wird vergeben. Über 54.000 Mitglieder sind im Schweizer Blasmusikverband organisiert, und die Tradition reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück. Blasmusikvereine sind aus dem kulturellen Leben in der Schweiz nicht wegzudenken.

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In dieser Atmosphäre voller Vorfreude und Nervosität fiebern die Mitglieder der Harmoniemusik Glarus dem Wettbewerb entgegen. Die Kulturplatzsendung „Verein als Heimat“ begleitet sie auf ihrem Weg – eine weitere Gelegenheit, die Leidenschaft für die Blasmusik zu teilen. Wenn die ersten Töne erklingen, wird der Stress der Proben in Freude umschlagen. Denn eines ist sicher: Musik verbindet, und das zählt mehr als jede Medaille.