In Glarus blüht das Leben – und das nicht nur in der Natur! Die Pro Senectute Glarus bietet ein buntes, kreatives Angebot, das die Herzen der älteren Generation höher schlagen lässt. Unter der Leitung von Barbara Vögeli, die nun seit drei Jahren die Geschäfte führt, zeigt sich die Organisation als ein verlässlicher Anlaufpunkt für jene, die Unterstützung und Gesellschaft suchen. Hier wird nicht nur die Arbeit der Vertrauenspersonen gewürdigt, sondern auch die wertvolle Unterstützung durch freiwillige Helfer. Diese „Caregivers“ sind wahre Helden, die sich um kranke und ältere Menschen kümmern und auch Kinder betreuen. Immer wieder wird die Bedeutung von Respekt, Wertschätzung und Kontinuität in der Arbeit hervorgehoben – Werte, die in unserer schnelllebigen Zeit oft in den Hintergrund geraten.
Die Dienstleistungen, organisiert von der Geschäftsstelle an der Gerichtshausstrasse 10, erfreuen sich großer Beliebtheit. Wenn es um Sozialberatungen geht, sind die Termine für Wohnen, Gesundheit, Finanzen und Soziales schnell ausgebucht. Das zeigt, wie wichtig diese Angebote sind – nicht nur für die ältere Generation, sondern für die ganze Gesellschaft. Bei der letzten Glarner Messe wurden Themen wie Patientenverfügung und Sozialversicherung vorgestellt, und die Menschen strömten, um sich zu informieren.
Ein Ort der Begegnung
Die Aula der Kantonsschule Glarus war kürzlich Schauplatz einer interessanten Podiumsveranstaltung zum Thema „Sterben“, bei der Dr. Heinz Rüegger über dieses oft tabuisierte Thema sprach. Auch eine Lesung aus Hansjörg Schertenleibs Buch „s ‚Wätter vo geschter“ von Schauspieler Stefan Gubser zog viele Interessierte an. Solche Veranstaltungen zeigen, wie wichtig es ist, dass wir über die Themen sprechen, die uns alle betreffen, sei es das Leben oder das Sterben.
Aber nicht nur die ernsten Themen kommen bei der Pro Senectute Glarus nicht zu kurz. Die beliebten Stubete-Nachmittage mit Musik und Tanz in Ennenda sind ein Hit und bringen Freude und Lebenslust in den Alltag. Schnupperturnstunden, die unter dem Motto „Bewegen ist die beste Medizin“ stattfinden, haben über 50 Teilnehmer angelockt und zeigen, dass Bewegung in jedem Alter wichtig ist. Zudem gibt es wöchentliche Kurse „60+“ mit einem kleinen Bistroangebot, wo man sich bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen austauschen kann.
Zahlen, die für sich sprechen
Die Zahlen lügen nicht: 1.722 Personen haben das kostenlose Angebot „Informationsvermittlung und Triage“ in Anspruch genommen, und fast 79.000 Franken wurden als Direkthilfe ausgezahlt. Beeindruckend ist auch das Engagement der Freiwilligen: Über 6.300 Stunden ehrenamtlicher Arbeit wurden geleistet! Auch die Weihnachtsfeier für Alleinstehende, die erstmals in den Kursräumlichkeiten stattfand, zeigt das große Herz der Pro Senectute Glarus. Man merkt, dass hier nicht nur Hilfe, sondern auch Gemeinschaft gelebt wird.
Ein weiterer Aspekt der gesellschaftlichen Teilhabe älterer Menschen wird durch den Bundesfreiwilligendienst (BFD) hervorgehoben. Dieser Dienst richtet sich an Menschen ab 27 Jahren, die sich sozial, ökologisch oder kulturell engagieren möchten. Im Gegensatz zu anderen Freiwilligendiensten ist der BFD für alle Altersgruppen geeignet und berücksichtigt die Bedürfnisse sowie die Lebenserfahrungen der älteren Generation. Er bietet eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten, von der Pflege über Bildung bis hin zur Integrationsarbeit.
Die Pro Senectute Glarus ist eine wertvolle Institution, die das Leben in Glarus bereichert. Wer mehr Informationen benötigt, erreicht die Geschäftsstelle unter www.gl-prosenectute.ch oder telefonisch unter 055 645 60 20. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag von 08:00 bis 11:00 Uhr und 14:00 bis 16:30 Uhr. Hier wird nicht nur Hilfe angeboten, sondern auch ein Stück Lebensqualität für die ältere Generation geschenkt.