Heute, am 15. Mai 2026, erlebte die Tschinglenbahn in Glarus einen besonderen Tag. Zehn erfahrene Retter der Alpinen Rettung Glarnerland (ARGL) und der SAC Rettungsstation Elm versammelten sich, um eine wichtige Übung durchzuführen. Alle drei Jahre ist es nötig, Ernstfälle bei Stillstand jeder Bergbahn zu trainieren. Und wenn man sich die Szenerie vorstellt – die atemberaubenden Ausblicke über die Schlucht und das rascheln der Bäume im Wind – da kann einem schon ein Schauer über den Rücken laufen.

Am Vormittag wurden im unteren Teil der Luftseilbahn verschiedene Übungen durchgeführt. Beruhigend, dass alles so gut organisiert war, denn nach dem Mittag ging es richtig zur Sache. Die Gondel, die vier Personen transportierte – darunter zwei Kinder – blieb plötzlich rund hundert Meter über dem Abgrund stehen. Ein Schreckmoment für die Insassen, aber auch für die Retter, die sofort in Aktion traten. An der linken Seite der Schlucht wurden Anker für die Seilrettung in den Felsen gebohrt. Das klingt nach einer Szene aus einem Abenteuerfilm, nicht wahr?

Im Einsatz für das Leben

Die Fachmänner verfolgten das Geschehen von unten, jeder war auf seine Aufgabe fixiert. Zwei Bergretter seilten sich vom oberen Seilbahnmasten rund zweihundert Meter am Bahnseil bis zur Gondel. Man kann sich das so richtig vorstellen: die Anspannung, die Konzentration, das Adrenalin. Die Gondel wurde geöffnet, alle Insassen gesichert und ein Seil zu Boden gelassen. Ein weiterer Retter holte das Seil aus der Schlucht hoch zum Wanderweg. Die erste Person wurde mit Auffanggurten und Gstälti gesichert und schwebte – ja, schwebte! – zwischen den Felsen. Irgendwie faszinierend und beängstigend zugleich.

Um die Gondel in keine Schieflage zu bringen, mussten die Retter zunächst in die Tiefe seilen und dann zur Seite Richtung Weg ziehen. Das klingt nach einem echten Balanceakt! Letztlich schafften es alle vier Figuranten auf den Weg. Knapp zwei Stunden nach dem Einsteigen in die Gondel verließen sie die Schlucht gesund und munter. Ein riesiger Erfolg für die Rettungskolonne Elm, die dann noch Seile, Karabiner, Helme und Rettungsgurte ins Tal trugen. Die Übung wurde als erfolgreich abgeschlossen betrachtet – und das ist sie auch!

Wichtige Notrufnummern

Aber nicht nur in solchen Situationen ist es wichtig, zu wissen, was zu tun ist. Bergsportler*innen sollten immer die richtigen Notrufnummern parat haben. In der Schweiz erreicht man die Alpine Rettung unter 1414 oder, wenn man im Ausland mit einer schweizerischen SIM-Karte unterwegs ist, unter +41 333 333 333. In allen EU-Mitgliedsstaaten gilt die gebührenfreie Notrufnummer 112 – die kennt man ja. Aber was, wenn das Handy keinen Empfang hat? Hier ist es wichtig, das Handy neu zu starten, um 112 ohne PIN einzugeben. Manchmal muss man einfach improvisieren!

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Die moderne Technik hat uns zwar viele Möglichkeiten gegeben, aber Sprachbarrieren können dennoch ein Problem darstellen, wenn man den Notruf absetzt. Manchmal wird der Anruf an die nächstgelegene Polizeidienststelle weitergeleitet. Und hier stellen sich dann Fragen: Was, wenn ich nicht zurückrufen kann? Wenn ich im Funkschatten bin? Es gibt viele Situationen, in denen man schnell handeln muss und trotzdem nicht ganz sicher ist, ob alles gut geht. Wenn der Euro-Notruf nicht möglich ist, dann muss man einfach den Standort wechseln und es immer wieder versuchen – ein bisschen wie beim Angeln, nur mit mehr Nervenkitzel!

In Glarus hat man heute einmal mehr gesehen, wie wichtig die Vorbereitung auf Notfälle ist. Letztlich sind es die Menschen, die sich um das Wohl anderer kümmern, die uns Sicherheit geben. Und das ist Gold wert, besonders in den Bergen. Ob beim Wandern, Skifahren oder einfach nur beim Genuss der Natur – Sicherheit geht vor! Und wenn man das nächste Mal an der Tschinglenbahn vorbeikommt, denkt man vielleicht an diesen Tag zurück und fühlt sich ein bisschen sicherer.