In Freiburg ist es derzeit nicht gerade einladend für alle Outdoor-Fans und Naturliebhaber. Die Waldbrand-Gefahrenstufe steht aktuell auf 4 und bleibt bis mindestens Samstag, den 30. Mai, bestehen. Das bedeutet: erhöhte Vorsicht ist geboten! Die Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes zeigt, dass auch in vielen anderen Teilen von Baden-Württemberg, Bayern und Ostdeutschland die Gefahr von Waldbränden hoch ist. Überall dort könnte es schnell zu einem ungewollten Flächenbrand kommen, falls man nicht aufpasst.
Bisher sind in Freiburg glücklicherweise keine Vegetationsbrände registriert worden. Das Forstamt sowie das Amt für Brand- und Katastrophenschutz bitten alle Waldbesucher eindringlich darum, sich an die geltenden Regeln zu halten. Offenes Feuer und Rauchen im Wald sind strikt verboten – und das gilt auch in einem Abstand von 100 Metern zum Wald, außerhalb der offiziellen Grillstellen. Wer sich nicht daran hält, muss mit einer Ordnungswidrigkeit rechnen. Das klingt vielleicht nach übertriebener Vorsicht, ist aber absolut notwendig, um die Natur und die Menschen zu schützen.
Grillen? Nur mit Bedacht!
Beim Waldbrandgefahrenindex 4 sind sogar Holzfeuer in offiziellen Grillstellen untersagt. Grillen ist nur mit Grillkohle erlaubt, und auch hier gilt: die glühenden Kohlen dürfen nicht aus den Augen gelassen werden. Wer denkt, dass man bei Waldbrandgefahrenindex 5 noch mit Holzkohle grillen kann, der irrt gewaltig, denn dann ist auch das nicht mehr gestattet. Und in Grün- und Parkanlagen? Dort ist das Feuermachen und Grillen aus Brandgefahr komplett verboten. Das klingt hart, aber es ist einfach eine Frage der Sicherheit!
Ein weiteres wichtiges Thema für alle Waldbesucher: Bitte blockiert keine Zufahrtswege und parkt nur auf ausgewiesenen Parkplätzen. Fahrzeuge sollten nicht auf trockenem Boden oder Gras abgestellt werden. Der Grund ist simpel: Waldbrände sind meist menschengemacht und können durch die Einhaltung einfacher Regeln verhindert werden. Übrigens, auch Müll in der Natur trägt zur Brandlast bei und erschwert die Brandbekämpfung enorm. Wenn jeder seinen Teil dazu beiträgt, kann man viele Probleme von vornherein vermeiden.
Alarmierung und Prävention
Entdeckt man doch einmal einen Waldbrand, sollte man sofort die Feuerwehr unter Notruf 112 oder die Polizei unter 110 informieren. Hier ist eine präzise Ortsbeschreibung Gold wert! Rettungspunkte, Parkplätze und Wegweiser helfen den Einsatzkräften enorm. Apropos Feuerwehr: Die Feuerwehr in Freiburg hat seit 2012 einen Einsatzplan für Vegetationsbrände entwickelt, unterstützt von Waldbrandexperte Prof. Johann Georg Goldammer von der Universität Freiburg. Zudem hat die Feuerwehr in die Ausbildung und Ausstattung für Waldbrände investiert und spezielle Einheiten in Waltershofen und Kappel trainiert.
Die Waldbrandgefahrenindizes, die in Tabellenform für verschiedene Bundesländer dargestellt werden, zeigen deutlich, dass die Gefahr in vielen Regionen hoch bleibt. In Baden-Württemberg beispielsweise sind die Werte oft bei 4, was für viele Stationen wie Mannheim oder Buchen gilt. Für Bayern und Berlin sieht es nicht anders aus – auch dort sind die Werte oft bei 4 oder sogar 5. Der Wald ist ein wertvolles Gut, das wir schützen müssen. Mit ein wenig Umsicht und Respekt vor der Natur können wir dazu beitragen, unsere Wälder sicher und schön zu halten.