Heute ist der 23.04.2026 und in Bern gibt es aufregende Neuigkeiten aus dem Stadtrat: Am 23. April 2026 wurde ein neues Friedhofreglement verabschiedet, das die Bestattung von Menschen mit ihren Haustieren ermöglicht. Diese Entscheidung ist ein Meilenstein in der Bestattungskultur und zeigt, wie wichtig die Verbindung zwischen Mensch und Tier auch über den Tod hinaus ist.

Die Einführung spezieller Grabfelder mit der Bezeichnung „Mensch mit Tier“ ist ein zentraler Bestandteil dieses Reglements. Künftig dürfen Haustiere nur in Urnen beigesetzt werden, was den Bedürfnissen der Trauernden Rechnung trägt. Diese Änderungen wurden über alle Parteigrenzen hinweg akzeptiert, was zeigt, dass das Thema sowohl emotional als auch gesellschaftlich von großem Interesse ist. Ein abgelehnter Antrag der Fraktion AL/PdA/TIF, der das gezielte Töten von Tieren für Bestattungen verbieten wollte, verdeutlicht zudem die ethischen Überlegungen, die in diesem Kontext diskutiert wurden.

Moderne Ansprüche an die Friedhofsordnung

Darüber hinaus wurde das Alter für die Beisetzung in den Abteilungen für Kindergräber von 14 auf 18 Jahre angehoben. Diese Anpassungen sind Teil einer umfassenden Totalrevision der Friedhofgesetzgebung, die als veraltet angesehen wurde. Der Anteil der traditionellen Erdbestattungen lag im Jahr 2024 bei lediglich 16,3 Prozent, was die steigende Nachfrage nach alternativen Beisetzungsformen unterstreicht. Matthias Aebischer (SP) merkte an, dass viele Fragen während der Revision beantwortet wurden und die Diskussionen oft philosophische Züge annahmen.

Die Stadt Bern betreibt insgesamt drei Friedhöfe: den Bremgartenfriedhof, den Schosshaldenfriedhof und den Friedhof Bümpliz, wo zusammen über 13.000 Grabstätten verwaltet werden. Diese Orte sind nicht nur Ruhestätten, sondern auch öffentliche Grünanlagen, die zur Naherholung einladen. In den letzten Jahren wurden zudem spezielle Grabfelder für verschiedene Gruppen eingerichtet, darunter für zu früh geborene Kinder, muslimische, buddhistische und alevitische Grabstätten.

Ein Blick über die Grenzen

Interessanterweise gibt es in Deutschland bereits einen Friedhof, der den gemeinsamen Wunsch nach einer Bestattung von Mensch und Tier in den Fokus rückt: „Unser Hafen“ ist der erste Friedhof in Deutschland, der diese Möglichkeit bietet. An den Standorten in Braubach bei Koblenz und Essen können Freundschafts- und Familiengräber erworben werden, die einen Ort für Liebe, Treue und Erinnerung schaffen. Hier wird die Idee verfolgt, Menschen und ihre Tiere über den Tod hinaus zu verbinden, was den emotionalen Aspekt der Bestattung weiter verstärkt. Es wird deutlich, dass die Bestattungskultur im Wandel ist und neue Wege gesucht werden, um den letzten Abschied würdevoll und individuell zu gestalten.

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Insgesamt zeigt das neue Friedhofreglement in Bern, dass die städtische Politik bereit ist, auf die Bedürfnisse der Bevölkerung einzugehen und die Bestattungskultur an die heutigen Gegebenheiten anzupassen. Die Verbindung zu unseren Haustieren wird nicht nur anerkannt, sondern auch aktiv gefördert, was für viele Menschen eine wichtige Errungenschaft darstellt.