Heute ist der 23.04.2026 und die Diskussion rund um Korruption und deren verheerende Auswirkungen auf das Vertrauen in Verfahren und Institutionen ist aktueller denn je. In einem aufschlussreichen Gespräch beleuchten der Soziologe Ueli Mäder und die Ethnologin Lucy Koechlin die tiefen Wurzeln dieses Problems. Koechlin, die am Zentrum für Afrikastudien der Universität Basel und dem Institute on Governance tätig war, bringt dabei wertvolle Einblicke aus ihrer Forschung über organisiertes Verbrechen und Fluchtgelder ein. Diese Themen sind nicht nur in der akademischen Welt von Bedeutung, sondern haben auch direkte Auswirkungen auf das tägliche Leben vieler Menschen.
Die anstehenden Veranstaltungen bieten eine Plattform, um diese und andere relevante Themen zu diskutieren. So findet am 29. April 2026 um 19.30 Uhr in Hotel Schützen, Bahnhofstrasse 19 in Rheinfelden eine Diskussion zur Effingerstrasse statt. Hier stehen Eigentum, Nutzung und Rechte im Mittelpunkt. Mit einem bunten Programm aus Gesprächen, Filmen, Musik und einem Quiz werden die Teilnehmer auf unterhaltsame Weise in die Thematik eingeführt. Zudem wird die Heftvernissage des Magazins „Neue Wege“ die Veranstaltung bereichern.
Ein Blick auf die Geschichte
Ein weiteres Highlight ist die Buchpräsentation „Kampfzone Ossola“ von Raphael Rues und Andrej Abplanalp, die am 25. April 2026 von 17 bis 19 Uhr im Schulhaus Brunnmatt, Singsaal, Brunnmattstrasse 16 in Bern stattfinden wird. In diesem Werk wird der Austausch zwischen italienischen Partisan:innen, deutschen und faschistischen Truppen sowie Schweizer Behörden thematisiert. Die Autoren werden begleitet von Andreas Rieger vom Gruppo per la Memoria 1943–1945, der zusätzliche historische Perspektiven einbringen wird.
Für alle, die sich für die Erfahrungen von Menschen ohne Papiere interessieren, ist die Lesung des Sans-Papiers-Kollektivs Bern und weiterer Kollektive aus Basel am 30. April 2026 um 20 Uhr im ONO – Das Kulturlokal, Kramgasse 6 in Bern, ein Muss. Hier werden Texte präsentiert, die die Herausforderungen und Erfahrungen im gesellschaftlichen, rechtlichen und sozialen Zwischenräumen thematisieren. Eine Anmeldung ist erforderlich unter onobern.ch/events/zwischenraeume.
Gesellschaftlicher Kontext
Die Auseinandersetzung mit Korruption, Flucht und den Rechten von Menschen ist nicht nur ein akademisches Unterfangen, sondern ein gesellschaftlicher Auftrag. Die kommenden Veranstaltungen in Bern und Rheinfelden leisten einen wichtigen Beitrag zur Sensibilisierung und Aufklärung. Indem sie verschiedene Perspektiven und Geschichten zusammenbringen, eröffnen sie Raum für Dialog und Verständnis. Es ist unerlässlich, dass wir uns diesen Themen widmen, um das Vertrauen in unsere Institutionen und Verfahren wiederherzustellen und zu festigen.