Die Stadt Bern hat einen neuen Weg eingeschlagen, um ihre Kunstsammlung zu erweitern und die kulturelle Teilhabe zu fördern. Am Mittwoch wurde ein zweistufiges Nominationsverfahren vorgestellt, das es ermöglicht, Kunstschaffende mit Bezug zur Stadt zu nominieren. Dies ist eine spannende Gelegenheit für lokale Künstlerinnen und Künstler, ihre Werke einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen und in die städtische Kunstsammlung aufgenommen zu werden.

Im ersten Schritt können Interessierte Vorschläge für Kunstschaffende einreichen. Diese werden von einer Jury der städtischen Kulturkommission gesichtet, die dann eine Vorauswahl trifft. Aus dieser Auswahl werden zwei bis drei Kunstschaffende für einen vertieften Prüfungsprozess und Atelierbesuche empfohlen. Die endgültige Auswahl der Werke geschieht in enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen Künstlern und der Kunstsammlung. Jährlich stehen dafür 30.000 Franken zur Verfügung, um verschiedene Kunstformen zu erwerben, darunter Gemälde, Fotografien, Skulpturen und Installationen.

Kulturelle Vielfalt im Fokus

Das Ziel dieses Nominationsverfahrens ist es, die kulturelle Teilhabe zu stärken und die Vielfalt in der Kulturförderung auszubauen. Es geht darum, den Stimmen der Kunstschaffenden Gehör zu verschaffen und ihre Werke in die städtische Kunstsammlung zu integrieren. Diese umfasst bereits rund 4200 Kunstwerke und besteht seit Anfang des 20. Jahrhunderts. Etwa ein Drittel der Werke ist an rund hundert Adressen der Stadtverwaltung und stadtnaher Betriebe ausgestellt, während weitere Werke in bedeutenden Museen wie dem Bernischen Historischen Museum und dem Kunstmuseum Bern zu finden sind.

Ein ähnliches Verfahren wird bereits im Literaturbereich beim Weiterschreiben-Stipendium angewendet. Hier werden jährlich in der Regel vier Stipendien in Höhe von je 10.000 Franken vergeben, um Autorinnen und Autoren sowie Literaturvermittelnde zu würdigen und zur Fortführung ihrer Arbeit zu ermutigen. Nominierungen für diese Stipendien können bis zum 22. Mai 2026 eingereicht werden, wobei auch hier Kulturschaffende mit Bezug zur Stadt Bern im Fokus stehen.

Einladung zur Mitgestaltung

Die Stadt lädt alle Interessierten ein, aktiv an diesem Nominationsverfahren teilzunehmen. Ob Einzelpersonen, Gruppen oder Kollektive – jeder hat die Möglichkeit, Vorschläge einzureichen und somit zur Bereicherung der kulturellen Landschaft Berns beizutragen. Die öffentlichen Würdigungen der Weiterschreiben-Stipendien und der Kunstankäufe finden am 18. November 2026 statt, ein Datum, das man sich merken sollte, um die Vielfalt der Kultur in Bern zu feiern.

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Für weitere Informationen zu den Nominierungen und dem Verfahren werfen Sie einen Blick auf die offiziellen Seiten der Stadt Bern unter Bern Medienmitteilungen.