Heute ist der 22.04.2026 und in Bern jubeln die Bürgerinnen und Bürger, denn der lang ersehnte Glasfaserausbau ist nun endlich abgeschlossen. Nach 16 Jahren harter Arbeit und vielen Gesprächen, die bereits im Jahr 2009 begonnen hatten, haben sich die Stadtwerke Energie Wasser Bern (EWB) und Swisscom zusammengetan, um über 90 Prozent der Liegenschaften an das hochmoderne Glasfasernetz anzuschließen. Rund 100.000 Nutzungseinheiten, bestehend aus Privathaushalten sowie Büro- und Gewerbebetrieben, profitieren nun von dieser technologischen Errungenschaft.
Der Ausbau war ein bemerkenswertes Unterfangen, das nicht nur die Kommunikationsinfrastruktur der Stadt verbessert, sondern auch einen kräftigen Schub für die Wettbewerbsfähigkeit und die wirtschaftliche Entwicklung Berns bedeutet. Wie Roland Weber, Gesamtprojektleiter bei EWB, betont, ist das Glasfasernetz eine essentielle Grundlage für den Zugang zu modernen Kommunikationsdiensten. Auch Markus Reber, Leiter Netze bei Swisscom, hebt die Bedeutung des Glasfaserausbaus als wichtigen Beitrag zur Digitalisierung der Schweiz hervor.
Ein erfolgreicher Weg zum Ziel
Insgesamt wurden etwa 18.000 Glasfaseranschlüsse mehr realisiert, als ursprünglich gedacht. Dies ist unter anderem auf das Wachstum von Wohnungen und Geschäften zurückzuführen. Auch zusätzliche technische Anschlüsse für Anlagen- und Gebäudesteuerungen haben zur erhöhten Anschlusszahl beigetragen. Die Arbeiten wurden dabei innerhalb des bewilligten Budgets durchgeführt, was die Effizienz des Projekts unterstreicht.
Ein wichtiger Meilenstein war der Kooperationsvertrag zwischen EWB und Swisscom, der im Dezember 2011 unterzeichnet wurde. Dabei übernahm EWB etwa 70 Prozent des Ausbaus, während Swisscom gut 30 Prozent verantwortete. Die Bauweise orientierte sich am 4-Faser-Modell, das von der Eidgenössischen Kommunikationskommission (ComCom) vereinbart wurde. Dies gewährleistet unabhängige Glasfaserverbindungen von Anschlusszentralen zu Glasfasersteckdosen in Wohnungen und Geschäften und schafft die notwendige Grundlage für einen fairen Wettbewerb im Dienstleistungsangebot.
Ein Blick in die Zukunft
Die gute Nachricht für alle, die bisher aus technischen Gründen nicht ans Glasfasernetz angeschlossen werden konnten, ist, dass auch diese Gebäude in den kommenden Jahren mit dem schnellen Internet verbunden werden sollen. Die Neubauten und totalsanierten Gebäude sind bereits jetzt Teil des Glasfasernetzes und profitieren von den hohen Übertragungsraten.
In einer Zeit, in der digitale Kommunikation eine immer zentralere Rolle spielt, zeigt der Abschluss des Glasfaserausbaus in Bern, wie wichtig es ist, in moderne Infrastrukturen zu investieren. Das Ziel, alle Bürgerinnen und Bürger mit ultraschnellem Internet, digitalem Fernsehen und digitaler Telefonie zu versorgen, rückt damit in greifbare Nähe.
Für detaillierte Informationen über das Projekt und die Zukunft des Glasfaserausbaus in Bern können Interessierte die entsprechenden Pressemitteilungen auf den Webseiten von Plattform J und Energie Wasser Bern nachlesen.