Heute ist der 22.04.2026 und in Bern gibt es spannende Neuigkeiten aus der politischen Landschaft. Die 21-jährige Charlotte Günther aus Worb hat das Präsidium der Berner Jungsozialistinnen und Jungsozialisten (Juso) übernommen. Ihr Ziel: den antifaschistischen Widerstand im Kanton Bern zu stärken, insbesondere nach dem Rechtsrutsch bei den letzten Wahlen. Bei der kürzlich stattgefundenen Jahresversammlung der Juso Kanton Bern wurde sie in ihr neues Amt gewählt, nachdem Mayra Faccio und Siri Ryser, die zwei Jahre im Co-Präsidium und insgesamt drei Jahre in der kantonalen Geschäftsleitung aktiv waren, ihr Amt abgaben.
Faccio und Ryser haben sich jedoch nicht ganz aus der politischen Arena zurückgezogen. Faccio bleibt Mitglied des Parlaments in Köniz, während Ryser als Co-Fraktionspräsidentin der SP/Juso-Fraktion im Bieler Stadtrat fungiert. Charlotte Günther war bisher Präsidentin der Juso Stadt Bern und konnte bei den Grossratswahlen den ersten Ersatzplatz ihrer Liste erreichen. Am 24. April wird sie aus dem Präsidium der Juso Stadt Bern zurücktreten, um sich voll und ganz auf ihre neuen Aufgaben zu konzentrieren.
Politische Schwerpunkte und neue Gesichter
Die politischen Schwerpunkte von Günther umfassen eine antikapitalistische Klimapolitik, Feminismus sowie Eigentums- und Verteilungspolitik. Diese Themen sind besonders relevant in Zeiten, in denen soziale Gerechtigkeit und Umweltbewusstsein immer mehr in den Vordergrund rücken. Neu in die Geschäftsleitung gewählt wurden Nina Schlup, Mitglied des Bieler Stadtrates, und Lea Feuz von der Sektion Thun-Berner Oberland. Damit setzt sich die neue Geschäftsleitung aus Schlup, Feuz, Nicolas Peters (Juso Stadt Bern) und David Mitrovic (Juso/JS Bielingue) zusammen.
Ein zentrales Thema der Versammlung war das „Recht auf Protest und Repression in der Schweiz“. Die Teilnehmenden diskutierten intensiv über die jüngsten Angriffe auf das Recht auf Protest, was in der aktuellen politischen Lage von großer Bedeutung ist. Es ist klar, dass die Juso unter der neuen Führung von Günther entschlossen ist, diese wichtigen Themen aktiv zu verfolgen und zu thematisieren.
Engagement und Ausblick
Die Wahl von Charlotte Günther zum neuen Präsidium steht nicht nur für einen Generationenwechsel, sondern auch für eine klare Positionierung der Juso in der aktuellen politischen Landschaft. Ihre Jugend und ihr unermüdlicher Einsatz für soziale Gerechtigkeit könnten der Bewegung frischen Wind verleihen. Angesichts der Herausforderungen, die die Gesellschaft derzeit zu bewältigen hat, wird das Engagement der Juso in den kommenden Jahren entscheidend sein, um eine progressive Agenda voranzutreiben.
Für weitere Informationen über antifaschistische Bewegungen und das politische Klima in der Schweiz, besuchen Sie antifa-info.net.