Am 7. Mai 2026 war es endlich soweit – die Premiere der neuen Inszenierung „Gesellschaft mit besonderer Hingabe (GmbH)“ am Theater Basel! Eine spannende Zusammenarbeit zwischen dem renommierten Schweizer Theater Hora und dem gefeierten Regisseur Christoph Marthaler. Man kann sagen, dass die Erwartungen hoch waren, besonders mit der Geschichte, die das Publikum in eine fiktive Testfirma entführt. Die Vorstellung hat nicht nur die Herzen, sondern auch die Lachmuskeln der Zuschauer erobert.
Die Bühne präsentiert sich als ein spannendes Setting, gestaltet von Lex Hymer. Hier treffen wir auf eine bunte Truppe von Charakteren, die allesamt Chefs ihrer eigenen Bereiche sind. Da haben wir zum Beispiel Frau Tiger, gespielt von Tiziana Pagliaro, die als Chefin der Tuba auftritt. Und dann Hannelore Schneider (Vera Flück), die für die Termine verantwortlich ist. Aber auch Helene Krausmann (Marie Löcker), die das Geld verwaltet, und Luisa Häberli (Fabienne Villiger), die die Geheimnisse hütet. Und nicht zu vergessen, Markus Höflinger (Remo Beuggert) als Oberboss – eine schillernde Ansammlung von Figuren, die alle in ihrem eigenen Chaos gefangen sind.
Ein Stück voller Überraschungen
Im Zentrum der Inszenierung steht Martin Hug, der als „Chef vom Test“ beschrieben wird. Seine Mission? Dinge zu testen – von Paketen über Steckdosen bis hin zu… ja, einer Freundin. Das klingt schon mal nach einem echten Abenteuer! Martin hätte sich vielleicht als Solo-Musiker gesehen, doch im Moment ist er – wie so viele – solo. Es ist dieser skurrile Humor, der die Aufführung durchzieht und die Zuschauer immer wieder schmunzeln lässt.
Die Inszenierung reizt nicht nur mit den Charakteren, sondern auch mit einer Mischung aus Slapstick, Anarchie und musikalischen Elementen. Die Szenen sind so organisch miteinander verwoben, dass man manchmal das Gefühl hat, man sei in einem lebendigen Traum gefangen. Die Texte stammen größtenteils von den Hora-Spielenden und erinnern an Dada- und Absurdes Theater. Da wird improvisiert, was das Zeug hält, und die Zuschauer dürfen sich auf eine Reise ohne echte Geschichte freuen.
Ein inklusives Ensemble
Das Besondere an dieser Zusammenarbeit? Es ist die erste zwischen Christoph Marthaler und dem Theater Hora. Diese freie Theater-, Tanz- und Performancegruppe aus Zürich hat sich als Werkstatt für Menschen mit Lernschwierigkeiten einen Namen gemacht. Mit über 30 Jahren Erfahrung bringen Marthaler und Hora einen einzigartigen Umgang mit Zeitlichkeit und Humor auf die Bühne. Hier wird ohne Hierarchien und auf Augenhöhe gespielt, was dem Stück eine ganz eigene Note verleiht. Jeder Charakter bringt seine eigene Sichtweise ein, und das macht die Aufführung so lebendig und vielschichtig.
Die Gesellschaft testet nicht nur Produkte wie Kissen, die senkrecht an der Wand gehalten werden können, sondern spiegelt auch die Komplexität unserer eigenen Gesellschaft wider. Mit Witz und Geduld begegnet das Ensemble den Herausforderungen des Alltags – und ermutigt das Publikum, es ihnen gleichzutun. Die Inszenierung läuft bis zum 12. Juni 2026 und verspricht, ein echtes Erlebnis zu werden. Wer sich für Theater interessiert, sollte sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen!
Am 30. Mai 2026 wird sogar ein Nachgespräch nach der Vorstellung angeboten, was sicherlich eine großartige Möglichkeit ist, um tiefer in die Materie einzutauchen. Denn hinter den Kulissen steckt viel mehr als nur das, was auf der Bühne passiert.