Die Bühnen der Welt sind im ständigen Wandel, doch in Basel tut sich gerade etwas ganz Besonderes. Das Theater Basel gibt sich nicht mit dem Gewöhnlichen zufrieden. Endlich wird die erste Zusammenarbeit zwischen dem renommierten Regisseur Christoph Marthaler und der Zürcher Truppe Theater Hora präsentiert. Ein Aufeinandertreffen, das das Potenzial hat, die Theaterlandschaft der Schweiz nachhaltig zu bereichern.

Theater Hora, bekannt für seine innovative Arbeit mit Menschen, die Lernschwierigkeiten haben, ist eine wahre Schatztruhe an Kreativität. Seit über 30 Jahren sind Marthaler und das Hora-Ensemble prägende Figuren im Schweizer Theater. Sie haben nicht nur einen ganz eigenen Humor entwickelt, sondern auch einen speziellen Umgang mit Zeitlichkeit und Slapstick, der die Zuschauer fesselt und zum Nachdenken anregt. Das aktuelle Stück, „Gesellschaft mit besonderer Hingabe (GmbH)“, ist bis zum 12. Juni 2026 in Basel zu sehen und verspricht, ein echter Genuss zu werden.

Ein inklusives Erlebnis

Das Ensemble spielt auf Augenhöhe, und diese Hierarchiefreiheit ist spürbar. Die Darsteller bringen nicht nur ihre schauspielerischen Fähigkeiten ein, sondern auch ihre eigenen Geschichten und Erfahrungen. Die Texte stammen größtenteils von den Hora-Spielenden selbst und erinnern stark an Dada und das Absurde Theater. Hier wird Improvisation großgeschrieben, und die Szenen fügen sich organisch zusammen, als wären sie Teil eines großen, lebendigen Organismus. Die Figuren, von Chefs bis zu Mitarbeiter:innen, zeigen auf spielerische Weise ihre Wichtigkeit – eine humorvolle Reflexion über unsere Arbeitswelt und die allgegenwärtige Evaluationswut.

Besonders spannend wird das Nachgespräch nach der Vorstellung am 30. Mai 2026. Hier können Zuschauer:innen in den Dialog treten und ihre Eindrücke teilen, was die Aufführung noch greifbarer macht. Es ist eine Einladung, über die gesellschaftlichen Komplexitäten nachzudenken, die in der Inszenierung angesprochen werden. Denn hier wird nichts vorschnell reduziert – die Facetten der menschlichen Existenz werden mit einem feinen Gespür für Timing und Komplexität behandelt.

Inklusion im Theater – Ein weiter Weg

Inklusion ist ein großes Thema, das weitreichende Diskussionen und neue Ansätze erfordert. In einer Podcast-Folge zum Thema Inklusion im Theater wird deutlich, wie wichtig es ist, Barrierefreiheit zu fördern. Technische Lösungen wie Audiodeskriptionen und Gebärdensprachdolmetschung sind entscheidend, um alle Menschen in die Theaterwelt einzubeziehen. Konzeptideen wie „Relaxed Performances“ bieten alternative Theatererfahrungen, die den Zugang erleichtern und das Publikum diversifizieren.

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Die Sichtbarkeit von Künstler:innen mit Behinderung ist ein weiterer wichtiger Punkt, den Akteur:innen im Podcast ansprechen. Max Freitag vom inklusiven Theater Thikwa in Berlin gibt spannende Einblicke in seine Arbeit. Auch die strukturellen Veränderungen, die nötig sind, um Inklusion zu ermöglichen, werden thematisiert. Moritz Gogg, Intendant eines Theaters, schildert die Herausforderungen, die damit verbunden sind, und Sandra Rasch, eine Theatervermittlerin, warnt davor, dass bei finanziellen Engpässen Inklusionsprojekte oft als erstes gestrichen werden.

Die Theaterlandschaft entwickelt sich ständig weiter, und das Zusammenspiel zwischen Christoph Marthaler und Theater Hora zeigt, wie wichtig es ist, neue Wege zu gehen und inklusive Ansätze zu fördern. In Basel wird ein Stück aufgeführt, das nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt – ein echtes Fest für die Sinne!