Heute ist der 26.05.2026, und wir werfen einen Blick auf das Leben von Claudio Borio, einem bemerkenswerten Mann, der seit 1987 in Basel lebt. Geboren in Ivrea, Italien, kam er mit gerade mal 5,5 Jahren nach Buenos Aires, Argentinien. Nach einem Jahrzehnt in Großbritannien, wo er Englisch lernte und promovierte, und einigen Jahren in Paris bei der OECD, landete Claudio schließlich in der charmanten Stadt am Rhein, wo er bis zu seinem Ruhestand 2024 bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) arbeitete.

Basel ist für Claudio mehr als nur ein Wohnort. Hier wurden seine Kinder geboren, hier haben sie die Schule besucht und sich in die lokale Kultur eingefügt. Dennoch gibt es einen kleinen Wermutstropfen: Claudio hat Schwierigkeiten, Baseldeutsch zu lernen. Es ist frustrierend für ihn, dass viele Einheimische schnell ins Englische wechseln, was seine Bemühungen, die Sprache zu erlernen, erschwert. „Komischerweise“, sagt er, „habe ich oft das Gefühl, dass man in Basel auch ohne Deutsch ganz gut klarkommen kann.“

Ein Leben zwischen Kulturen

Seine Frau hat den Spagat zwischen den Kulturen leichter gemeistert und spricht fließend Deutsch. Während Claudio, der mit einem beeindruckenden Lebenslauf von 22 Seiten und zahlreichen internationalen Freundschaften aufwarten kann, sich an seine persönliche Enttäuschung über die Deutschkenntnisse gewöhnt hat, fühlen sich seine Töchter schon fast als Schweizerinnen. Die Integration in Basel verlief für sie reibungslos – ein Zeichen dafür, wie wichtig die Sprache und die Kultur für die Verbindung zur neuen Heimat sind. Claudio engagiert sich ehrenamtlich bei der Winterhilfe, um der Stadt etwas zurückzugeben.

Er ist Teil eines Netzwerks, das sich in der Region Basel gebildet hat. Der Verein Basel Together, gegründet 2018, bringt Gleichgesinnte zusammen, sei es Einheimische oder Einwanderer. Die Community hat das Ziel, menschliche Beziehungen zu fördern, und bietet eine Plattform für persönliches und berufliches Wachstum. Es werden Veranstaltungen organisiert, um den Austausch von Ideen zu ermöglichen. Claudio könnte hier vielleicht seine eigenen Erfahrungen einbringen, um anderen zu helfen, die ähnliche Herausforderungen durchleben.

Einblicke in die Integration

Basel ist ein Schmelztiegel der Kulturen, und das zeigt sich nicht nur in der Vielfalt der Sprachen, sondern auch im sozialen Gefüge der Stadt. Die zahlreichen internationalen Freundschaften, die Claudio geschlossen hat, spiegeln dieses Bild wider. Laut dem Bundesamt für Statistik ist die Integration von Migranten in die Gesellschaft ein zentrales Thema in der Schweiz, und es gibt viele Initiativen, die darauf abzielen, den Austausch und das Verständnis zwischen verschiedenen Kulturen zu fördern.

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Die Lebensqualität in Basel profitiert von solchen Initiativen, die durch gegenseitige Unterstützung und Respekt getragen werden. Ein Blick auf die Statistiken zeigt, dass die Schweiz ein Land ist, das sich stetig weiterentwickelt, und wo Integration nicht nur eine Pflicht, sondern auch eine Chance darstellt. Claudio und andere wie er sind Teil dieses Prozesses, der nicht immer einfach, aber ungemein bereichernd ist.

In einer Stadt, in der die Grenzen zwischen den Kulturen verschwommen sind, bleibt Claudio ein Beispiel für die Herausforderungen und Triumphe, die mit einem Leben in der Fremde einhergehen. Sein Weg ist ein Mosaik aus Erinnerungen, Bestrebungen und dem unablässigen Streben nach Integration. Und auch wenn er vielleicht nicht perfekt Deutsch spricht – sein Engagement und seine Bereitschaft, sich einzubringen, sind unbestreitbar. Ein wichtiger Beitrag zu einer lebendigen und vielfältigen Stadt.