Basel im Wandel: Eine Jahrhundertchance für nachhaltige Stadtentwicklung
Heute ist der 10.06.2026, und während sich die Stadt Basel in einem spannenden Wandlungsprozess befindet, könnte man fast meinen, die Zeit stehe still. Die Transformation des urbanen Raums wird hier als «Jahrhundertchance» bezeichnet – und das aus gutem Grund! Die Areale Dreispitz Nord, Wolf und Klybeckplus stehen im Mittelpunkt dieser aufregenden Veränderungen und versprechen eine wirtschaftliche Zukunft, die es in sich hat.
Was uns hier erwartet? Ein lebendiges Miteinander aus Wohnen, Arbeiten und Leben. Die Vision ist klar: neue, gemischt genutzte Quartiere sollen entstehen, die nicht nur funktional, sondern auch ökologisch nachhaltig sind. Beat Aeberhard, der seit 2015 als Kantonsbaumeister agiert und zuvor Stadtarchitekt in Zug war, hat sich mit seiner Expertise einen Namen gemacht. Mit einem Master of Science in Architecture and Urban Design von der Columbia University im Gepäck, führt er die Dienststelle Städtebau & Architektur und hat einen klaren Blick für die Bedürfnisse der Stadt.
Ökologische Weichenstellungen
Das Thema Umwelt spielt eine zentrale Rolle in den neuen Konzepten. Es ist nicht nur eine Frage des Fortschritts, sondern auch der Verantwortung. Die Solaroffensive und die Anpassungen an den Klimawandel sind in aller Munde – oder besser gesagt, in aller Planung. Die Abteilung für Gebäudemanagement hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Es wird viel darüber nachgedacht, wie man Regenwasser besser managen kann, um es zurückzuhalten – das Konzept der «Schwammstadt» soll hier neue Wege eröffnen.
Und dann gibt es da die Brachflächen, die oft übersehen werden. Sie bergen oft wertvolle Flora und Fauna, die es zu bewahren und zu vernetzen gilt. Ein Beispiel für kreative Umnutzung, das die Gemüter bewegt, ist die Transformation eines kontaminierten Gebäudes im Klybeck-Areal in ein Parkhaus. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz. Ein Abriss? Keine Option! Das zeigt, wie flexibel und einfallsreich der Städtebau hier in Basel sein kann.
Lebenswerte Quartiere für alle
Die Integration von Schulen in bestehende Gewerbehäuser, wie es am Beispiel Volta Nord geschieht, zeigt, dass auch die Bildung nicht zu kurz kommt. Zwischennutzungen – ja, die Pionier- oder Initialnutzungen – helfen dabei, ehemals geschlossene Areale für die Bevölkerung zu öffnen. Es ist ein wahres Zusammenspiel von Behörden und Investoren, das manchmal alles andere als leicht ist. Doch das Ziel bleibt klar: ein lebenswertes Basel!
In dieser dynamischen Phase ist es wichtig, von den Fehlern anderer Städte zu lernen. Die Identität und Tradition der Orte zu bewahren, während gleichzeitig innovative Lösungen gefunden werden, ist eine Herausforderung, der sich Basel mutig stellt. Guter Städtebau braucht Zeit. Er soll schließlich eine Bühne für Bedeutung schaffen – und das spürt man in der Luft, wenn man durch die Straßen dieser Stadt schlendert.
