Am vergangenen Samstagabend war die Stimmung bei den FC Basel Frauen alles andere als leicht. Nach der Forfait-Niederlage und dem unglücklichen Ausscheiden aus den Playoffs, das durch einen Wechselfehler im Viertelfinal gegen St. Gallen verursacht wurde, musste das Team in Rapperswil-Jona ein bedeutungsloses Platzierungsspiel bestreiten. Die Enttäuschung saß tief. Captain Coumba Sow ließ ihrem Frust auf Instagram freien Lauf und sprach vielen aus der Seele.
Doch genau in dieser schweren Phase bewiesen die Spielerinnen mentale Stärke. Gegen Rapperswil-Jona zeigten sie, dass sie nicht aufgeben. Mit einem klaren 3:0-Sieg nach Toren von Jacqueline Hand in der 15. Minute, Zita Rurack in der 45. Minute und Mara Tauriello in der 69. Minute setzten sie ein Zeichen. 100 Zuschauer waren anwesend, um das Team zu unterstützen – ein kleiner, aber feiner Rahmen für einen Auftritt, der Mut machte.
Ein Schatten über dem Sieg
Die Freude über den Sieg wurde jedoch von den Geschehnissen im Playoff-Viertelfinal überschattet. Trainer Omar Adlani hatte Lena Bubendorf eingewechselt, doch die Spielerin stand nicht auf dem offiziellen Matchblatt. Dies führte dazu, dass der Schweizerische Fussballverband (SFV) eine Untersuchung einleitete. Der Vorwurf: möglicher regelwidriger Einsatz einer Spielerin und Verdacht auf Überschreitung der zulässigen Auswechselgelegenheiten. Ein Einspruch von St. Gallen war der Auslöser für diese Prüfung.
„Wir müssen professionell bleiben“, erklärte Fabian Sangines, der Leiter des Frauenfußballs beim FC Basel, und wies darauf hin, dass intern bereits eine Untersuchung zum Wechselfehler läuft. Konkrete Schuldzuweisungen stehen jedoch noch aus. Bis Montag um 12:00 Uhr muss der FC Basel Stellung zu dem Vorfall nehmen. Der Druck ist also hoch, und die Zeit drängt.
Die Technik als Störfaktor
Was dabei auch auffällt: Der SFV hatte einen administrativen Fehler eingeräumt, der mit einem internen Tool in Verbindung steht. Das zeigt, dass die technischen Abläufe im Hintergrund manchmal nicht so reibungslos funktionieren, wie sie sollten. Umso wichtiger ist es, dass die Vereine, die dem SFV angehören, sich an die Regeln halten und die richtigen Informationen bereitstellen. Maschineller Zugriff auf Spielbetriebsdaten ist nicht erlaubt. Wer Daten benötigt, muss sich an die entsprechenden Stellen wenden – eine zusätzliche Hürde in einem bereits komplexen System.
Die nächste Herausforderung für die FC Basel Frauen steht bereits an. Eine Woche nach dem Spiel in Rapperswil-Jona treffen sie erneut auf das Team – diesmal im Leichtathletikstadion in Basel. Vielleicht kann dieser Auftritt den Bittergeschmack des Ausscheidens aus den Playoffs etwas lindern. Die Vorfreude ist da, und die Spielerinnen werden alles geben, um ihren Fans ein positives Erlebnis zu bieten.