Das Hotel Heiden blickt auf ein bewegtes Geschäftsjahr 2025 zurück, und die Zahlen sprechen für sich – über 7,6 Millionen Franken Umsatz wurden erzielt! Ein Grund zum Feiern, schließlich wurde das 50-jährige Bestehen des Hauses gefeiert. Doch der Jubel hält sich in Grenzen, denn das Jahresergebnis blieb hinter den Erwartungen zurück. Trotz der Rekordzahlen gab es auch Schattenseiten, wie eine Auslastung von nur 67 Prozent und ein Verlust von knapp 0,5 Millionen Franken nach Abschreibungen. Das ist schon ein ordentlicher Dämpfer für die stolze Traditionsstätte, die in der Vergangenheit mit einem EBITDA von 0,208 Millionen Franken aufwarten konnte.
Besondere Momente prägten das Jahr: Die französische Frauen-Nationalelf war während der Europameisterschaft zu Gast im Hotel. Das ist nicht nur für die Gäste ein Highlight, sondern auch für das Hotel selbst, denn solche Ereignisse bringen immer ein gewisses Flair mit sich. Um in der Zukunft besser aufgestellt zu sein, wurden Investitionen in die Erneuerung der gewerblichen Kälte getätigt – eine Maßnahme, die für einen stabilen Betrieb unerlässlich ist. Jens Fischer, der neue Direktor seit 1. Mai 2026, bringt über 20 Jahre Erfahrung in der gehobenen Hotellerie mit und wird sicherlich frischen Wind in die Geschicke des Hotels bringen. Er tritt die Nachfolge von Beatrice Forster an, die zuvor die Geschicke des Hauses leitete.
Umbau und neue Pläne
Ein weiteres großes Projekt, das im vergangenen Jahr abgeschlossen wurde, ist der Umbau des Wellnessbereichs. Für rund zwei Millionen Franken wurde eine Wohlfühloase geschaffen, die nun einen Außenpool, verschiedene Saunen und ein Panorama-Schwimmbecken umfasst. Die Umbauarbeiten dauerten von Januar bis Ostern, was zur Schließung des Hotels im Januar führte. 164 Aktionäre waren am 18. Juni zur Generalversammlung erschienen – das ist Rekordbeteiligung! Das Hotel hat sich auch das Zertifikat „Wellness II“ des Verbands Hotelleriesuisse verdient. Das spricht für die Qualität und die Investitionen in die Infrastruktur.
Allerdings hatte der Umbau negative Auswirkungen auf die Liquidität des Hotels. Der Bilanzgewinn lag bei rund 258.000 Franken, was immerhin 60.000 Franken mehr als im Vorjahr entspricht. Dennoch, der Reingewinn von knapp 70.000 Franken bleibt hinter dem Vorjahresergebnis zurück. Ein bisschen ernüchternd, wenn man bedenkt, wie viel Herzblut in die Erneuerung gesteckt wurde.
Die Zukunft im Blick
Die Notwendigkeit zur kontinuierlichen Schärfung des Angebots und eine aktivere Marktbearbeitung wurden erkannt. Diskussionen über die Umwandlung des Kursaals in ein Seminar- und Kongresszentrum sind im Gange. Das könnte nicht nur neue Gäste anziehen, sondern auch zusätzliche Einnahmequellen erschließen. Der Verwaltungsrat hat zudem Vorkaufsrechte für Grundstücke des Hotel Park und angrenzender Liegenschaften gesichert. Das klingt nach großen Plänen und Visionen für die Zukunft!
Die Verhandlungen für ein neues Kongresshotel laufen bereits, und es gibt Unterstützung vom Gemeinderat und Regierungsrat. Da könnte sich bald einiges tun! Das Hotel Heiden ist also in Bewegung – in eine Richtung, die sowohl Herausforderungen als auch Chancen mit sich bringt. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Dinge entwickeln werden.