Heute ist der 2.06.2026 und während die Sonne in Zug sich rar macht, zieht ein Gewitter über die Schweiz, das man nicht so schnell vergisst. Am Dienstag, dem Tag der Unwetter, haben sich die Wolken mächtig zusammengezogen und die Schweiz mit einem Blitzgewitter überzogen. Kaum zu glauben, aber bis 18 Uhr wurden schon fast 7500 Blitze registriert. Die meisten davon – über 1300 – entluden sich im Kanton Bern. Als ob das nicht genug wäre, hagelte es in Bern am Nachmittag und die Böen in Bad Ragaz haben mit bis zu 114 km/h ordentlich geblasen. Da kann einem schon mal der Schirm um die Ohren fliegen!

Die Auswirkungen des Wetters sind in vollem Gange. Eine Zugstrecke zwischen Bern Europaplatz und Burgistein liegt lahm, weil ein Baum umgestürzt ist. Reisende müssen sich auf Ersatzbusse umstellen, wobei Pendler schon von leichten Verspätungen berichten. Und der Bahnhof in Bern? Da dringt der Starkregen bis auf das Perron Gleis 7/8 durch – das Dach des neu renovierten Perrons zeigt sich als undicht. Es muss wirklich frustrierend sein, bei diesem Wetter am Bahnhof zu stehen.

Wasser überall

Währenddessen in Meilen ZH: Das Wasser kann nicht mehr abgeleitet werden und fließt munter über die Straßen. Man könnte fast meinen, die Kanalisation hat sich in einen kleinen Fluss verwandelt. Der Bund hat für Teile der Deutschschweiz die Warnstufe 3 ausgerufen. Das bedeutet, dass man besser aufpassen sollte, wo man hintritt – oder besser gesagt, wo man hinschwimmt.

In Zug wurde ein besonders lauter Donner vernommen, als der Regen sich seinen Weg bahnte. Man könnte sagen, der Himmel selbst hat ein Konzert gegeben. Und auch in Bern gibt es kein Entkommen vor den Unwettern: Ein weiterer Baum hat die Zugstrecke zwischen Bern Weissenbühl und Belp blockiert, was zu Verspätungen und Ausfällen führte. Das Wetter zeigt sich wirklich von seiner ungemütlichsten Seite.

Naturgefahren im Fokus

Aber das ist nicht nur ein einmaliges Ereignis. Im Naturgefahrenportal des Bundes kann man sehen, dass die Schweiz regelmäßig von verschiedenen Naturereignissen heimgesucht wird. Hochwasser, Murgänge und sogar Erdbeben – all das kann uns jederzeit treffen. Mit dem Klimawandel wird erwartet, dass solche Ereignisse noch häufiger und intensiver auftreten, was die Situation zusätzlich verkompliziert. Die Gefahr ist kein Einzelfall, sondern ein ständiger Begleiter, der uns alle betrifft.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Etwa 20% der Schweizer Bevölkerung ist der Gefahr von Überschwemmungen ausgesetzt, und rund 7% wohnen in besonders gefährdeten Gebieten, wo Rutschungen und Lawinen drohen. Man fragt sich, wie viele von uns sich wirklich darüber im Klaren sind, wo die Gefahren lauern. Die Gemeinden und Kantone sind zwar für den Schutz verantwortlich, aber auch wir als Bürger müssen unser Teil dazu beitragen. Es ist wichtig, sich der Risiken bewusst zu sein und entsprechend zu handeln.

Wenn man bedenkt, dass zwischen 1972 und 2024 Naturereignisse durchschnittliche Schäden von rund CHF 321 Mio. pro Jahr verursacht haben, wird einem klar, wie ernst die Lage ist. Da kann die nächste Gewitterwarnung schon mal für etwas Nervosität sorgen. Die Lektion bleibt: Wir sollten wachsam sein und die Natur nicht unterschätzen.