Heute ist der 7.06.2026 und für die Schweizer Nationalmannschaft war der letzte Test vor der Weltmeisterschaft eine echte Herausforderung. Im sonnigen San Diego, vor 6107 Zuschauern, trennten sich die Eidgenossen und Australien mit einem 1:1-Unentschieden. Das klingt nach einer soliden Leistung, doch die Realität auf dem Platz war alles andere als zufriedenstellend für die Schweizer.

Dan Ndoye sorgte früh für Jubel, als er in der 14. Minute nach einem feinen Zuspiel von Granit Xhaka zur Führung traf. In den ersten 20 Minuten glänzte die Schweiz und ließ die Fans hoffen, dass das Team bereit für die kommende WM ist. Doch wie es oft im Fußball der Fall ist, kam das große Aufeinandertreffen mit der Realität in der zweiten Halbzeit. Die Leistung ließ nach, und die Abwehr, angeführt von Manuel Akanji und Nico Elvedi, hatte einen unglücklichen Moment, der den Australier Yengi das 1:1 ermöglichte. Ein verwirrender, langer Ball, der die Schweizer Defensive aushebelte – so schnell kann’s gehen.

Frustration und Weckruf

Granit Xhaka, der Kapitän, sprach nach dem Spiel Klartext. „Wir hätten in der ersten Halbzeit mehr Tore erzielen müssen“, äußerte er seine Unzufriedenheit, und das zu Recht! Xhaka warnt: „Wenn wir so weitermachen, könnten wir nach drei Spielen nach Hause reisen.“ Der erfahrene Spieler sieht das Unentschieden als Weckruf. „Es gibt keine schlechten Teams bei der WM“, betont er. Das Team muss sich dringend steigern, wenn es gegen Katar und die anderen Gruppengegner Bosnien-Herzegowina und Kanada antreten will.

Trainer Murat Yakin hingegen war in seinen Einschätzungen etwas optimistischer. Er fand die Startphase gelungen und plant, die Bedenken von Xhaka in einem persönlichen Gespräch zu klären. Man muss ihm zugestehen, dass die Schweiz in der ersten Halbzeit durchaus Chancen hatte, das Ergebnis weiter zu verbessern. Doch die Effizienz – ah, die Effizienz! – ließ zu wünschen übrig.

Die Herausforderung meistern

Granit Xhaka steht vor einer besonderen Herausforderung. Nach den Rücktritten von Yann Sommer, Xherdan Shaqiri und Fabian Schär hat sich die Kabine verändert. „Das ist die größte Herausforderung meiner Karriere in der Nationalmannschaft“, erklärt er. Die Verantwortung, das neue Team zu führen, lastet auf seinen Schultern. Mit 33 Jahren wird die WM 2026 seine vierte und vermutlich letzte sein, und er möchte seinen jungen Mitspielern seine Einstellung und Ansprüche weitergeben. „Wir müssen als erfahrene Spieler mit gutem Beispiel vorangehen“, fügt Manuel Akanji hinzu und unterstützt Xhakas Anliegen.

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Die Vorfreude auf die WM ist also da, doch die Schweizer müssen sich sputen, um die Weichen richtig zu stellen. Am kommenden Samstag geht es gegen Katar, und die Frage bleibt: Welche Schweiz wird auf dem Platz stehen? Die, die zu Beginn des Spiels gegen Australien für Furore sorgte, oder die, die in der zweiten Halbzeit ins Straucheln geriet? Nur die Zeit wird es zeigen.