In Zug, wo der Eishockeysport ein Stück Heimatgefühl verkörpert, gibt es turbulente Neuigkeiten. Der EV Zug hat sich von seinem Sportchef Reto Kläy getrennt. Kläy, ein Architekt von zwei Meistertiteln und enger Freund des Geschäftsführers Patrick Lengwiler, musste seinen Platz räumen, weil er sich gegen den Präsidenten Hans-Peter Strebel stellte. Anscheinend duldet Strebel keinen Widerspruch, besonders nicht in Bezug auf sein ambitioniertes Projekt OYM, für das er sogar die Namensrechte am Zuger Eistempel erworben hat. Kläy hingegen setzte sich für eine traditionellere Hockey-Philosophie ein. Eine Philosophie, die vielleicht nicht ganz ins Bild des Präsidenten passt.

Nun tritt Ted Suihkonen die Nachfolge an. Suihkonen, seit 2022 beim EV Zug unter Vertrag, hat sich als Ausbildner einen exzellenten Ruf erarbeitet und teilt die OYM-Vision. Diese Personalentscheidung wird nicht primär als sportlicher Wechsel, sondern als Machtkampf gedeutet – und den hat Strebel offensichtlich gewonnen. Machtkämpfe im Sport können jedoch gefährlich sein, denn sie lenken vom eigentlichen Geschehen auf dem Eis ab. Und das ist für die Fans und die Spieler sicherlich keine erfreuliche Aussicht.

U20-Elit-Team und die Herausforderungen

Ein weiterer Blick auf die Nachwuchsarbeit des EV Zug zeigt, dass das U20-Elit-Team im letzten Jahr den Schweizer Meistertitel verteidigen wollte, jedoch im Halbfinale gegen die GCK Lions mit 0:3 scheiterte. Ein harter Brocken! Doch das Team bewies Kampfgeist und gewann das Bronze Medal Game gegen den HC Davos mit 5:0. Der GM des EVZ bemerkte, dass die zahlreichen Spielerwechsel die Qualität der Mannschaft beeinflussten. In den Spielen zwei und drei gegen die GCK Lions wusste das Team jedoch, auf Augenhöhe zu spielen. Es wird sogar erwartet, dass einige Spieler gedraftet werden, was für die Organisation ein großer Schritt wäre. Im Vorjahr wurden bereits zwei Spieler, Leon Muggli und Christian Kirsch, im selben Jahr aus der Organisation gedraftet.

Diese Entwicklungen stehen im Kontext einer umfassenden Analyse von Swiss Ice Hockey, die die Nachwuchsstruktur im Eishockey untersucht hat. Die bestehende Altersstruktur von U9 bis U20 wird seit etwa 20 Jahren genutzt. Doch die Analyse zeigte sowohl positive Trends als auch wesentliche Schwächen im System. Zu frühe Selektionszeitpunkte und späte Einstiegsmöglichkeiten ins professionelle Eishockey wurden als Probleme identifiziert. Es gibt jedoch auch Lichtblicke: seit der Saison 2022/2023 wurden Maßnahmen wie flexiblere Stufenübergänge eingeführt, die bereits positive Tendenzen zeigten. Ein weiterer Fortschritt ist die Einführung von U18 und U21 zur Sicherstellung eines fließenden Übergangs in die Aktivligen. Diese Veränderungen sollen nicht nur den Leistungssport stärken, sondern auch das Fundament des Breitensports. Ein klarer Fokus auf die Qualität der Ausbildung ist hier unerlässlich!

Die Entwicklung im Eishockey zeigt, dass es ständig in Bewegung ist. Die Anpassungen, die nach der Saison 2025/2026 in Kraft treten, könnten neue Chancen für junge Talente bieten und gleichzeitig die Qualität im Sport steigern. Eishockey in Zug bleibt spannend – und wir dürfen gespannt sein, wie sich die kommenden Monate entwickeln werden!

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