Laufend für die Hoffnung: Nicolas Hojac und der Wings for Life World Run 2026
Am 10. Mai 2026 ist es wieder soweit: Der Wings for Life World Run rollt zum 13. Mal über die Straßen von Zug. Ein echtes Highlight für alle Läufer und ein wichtiger Termin für die Charity-Welt. Und auch der passionierte Bergsteiger Nicolas Hojac ist mit von der Partie. Er hat den Lauf schon mehrfach bestritten und sieht darin nicht nur eine sportliche Herausforderung, sondern auch eine Möglichkeit, auf das wichtige Thema der Rückenmarksforschung aufmerksam zu machen.
Der Wings for Life World Run ist kein gewöhnliches Event. Hier laufen alle Teilnehmenden, egal ob geübte Läufer oder absolute Anfänger, zur gleichen Zeit los – ein globales Spektakel! 2025 haben sich bereits über 310.724 Personen aus 191 Nationen registriert, was einen neuen Rekord aufstellt. Und das Beste daran? Alle Startgelder und Spenden fließen zu 100 Prozent in die Forschung von Rückenmarksverletzungen. Im letzten Jahr wurden beachtliche 8,6 Millionen Euro gesammelt!
Ein Bergsteiger mit Leidenschaft
Nicolas Hojac, geboren 1992, hat schon früh seine Leidenschaft für das Bergsteigen entdeckt. Mit 14 Jahren begann er, die Berge zu erklimmen, und hat seitdem einiges erreicht. Eine seiner größten Leistungen ist der Geschwindigkeitsrekord, den er am 5. April 2025 zusammen mit dem Österreicher Philipp Brugger an den Nordwänden von Eiger, Mönch und Jungfrau aufgestellt hat. In nur 15 Stunden und 30 Minuten meisterten sie diese beeindruckende Herausforderung, was fast 10 Stunden schneller war als der vorherige Rekord, den Ueli Steck und Stephan Siegrist 2004 aufgestellt hatten.
Um 1 Uhr morgens ging es los – die beiden Kletterer machten sich über die Heckmair-Route auf den Weg. Ausgestattet mit Stirnlampen, Steigeisen und Eispickeln, legten sie einen beeindruckenden Aufstieg hin. Nach fünf Stunden und 43 Minuten erreichten sie den Gipfel des Eigers. Ein kurzer Boxenstopp mit Pommes frites am Jungfraujoch war dann die Belohnung nach diesem harten Stück Arbeit. Hojac, der die Nordwand des Eigers bereits mit 18 Jahren bestieg, hält seit 2015 den Seilgeschwindigkeitsrekord dort.
Risiko und Demut im Speed-Klettern
Doch Hojac ist sich der Risiken beim Speed-Klettern bewusst. In seinen Augen ist das Risiko niemals auf null, auch wenn er sich in seiner Komfortzone wohlfühlt. Seine bescheidene Einstellung zur Eiger-Nordwand zeigt, dass er die Gefahren des Bergsteigens ernst nimmt. „Man kann oft mehr erreichen, als man denkt“, sagt er und bezieht sich damit auf seine Erfahrungen mit Ueli Steck. Ein Mentor, von dem er viel gelernt hat, insbesondere über effizientes Klettern.
Der Druck, den Rekord zu brechen, war nicht einfach zu bewältigen. Es gab gescheiterte Versuche und auch gesundheitliche Rückschläge für Brugger, der nach einer perforierten Darmschleimhaut einige Zeit nicht in der Lage war, zu klettern. Dennoch hat das Duo es geschafft, einen neuen Rekord aufzustellen und die Diskussionen über Transparenz und Ethik im Speed-Klettern zu entfachen. Stephan Siegrist stellte schließlich die Routenwahl in Frage, was zu hitzigen Debatten führte.
Ein globales Event für eine gute Sache
Der Wings for Life World Run, der 2026 weltweit synchron stattfand, brachte insgesamt 346.527 Läufer und Rollstuhlfahrer aus 192 Nationen zusammen und sammelte einen Rekordbetrag von 9,2 Millionen Euro für die Rückenmarksforschung. Ein Event, das nicht nur in großen Städten, sondern auch in kleineren Orten stattfand. Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, sich zu engagieren und gleichzeitig eine sportliche Herausforderung zu meistern. Und der nächste Lauf? Der ist für den 9. Mai 2027 geplant, die Anmeldung startet am 4. November 2026.
Mit Menschen wie Nicolas Hojac, die nicht nur sportlich engagiert sind, sondern auch für eine wichtige Sache kämpfen, wird der Wings for Life World Run zu einem Symbol der Hoffnung und des Miteinanders. Das ist mehr als nur ein Lauf – das ist eine Bewegung!
