Der Weg zum Musicalstar: Simons Leidenschaft für die Bühne
Heute ist der 28.06.2026 und wir blicken auf das bunte Treiben in Zug, wo der talentierte Musicaldarsteller Simon Dubach kürzlich in der beliebten Show „Mamma Mia!“ auf der Bühne stand. In seiner Heimatstadt hat er die Zuschauer mit seiner Energie und der zeitlosen Abba-Musik begeistert. Aber wie wird man eigentlich Musicaldarsteller? Nun, Simon hat vor 16 Jahren seine ersten Schritte in der Musicalschule Voicesteps in Cham gemacht und seither eine beeindruckende Karriere hingelegt.
In den letzten sieben Jahren hat er an 16 Produktionen teilgenommen, von Musicals bis hin zu Auftritten als Background-Sänger im Hallenstadion Zürich. Die Lebensfreude seiner Kollegen und die Möglichkeit, Menschen für 2,5 Stunden zu unterhalten, treiben ihn an. „Es ist einfach ein Gefühl von Freiheit und Freude, das du als Darsteller spürst“, sagt er. Doch der Weg dorthin ist nicht immer einfach. Der Audition-Prozess kann mehrstufig und herausfordernd sein. Vor jeder Rolle braucht es viel Vorbereitung, manchmal sogar Tage bis Wochen fürs Auswendiglernen der Texte.
Der Umgang mit Lampenfieber
Wie viele Künstler kennt auch Simon das Gefühl von Lampenfieber. Aber das ist kein Zeichen von Unerfahrenheit, sondern zeigt, dass etwas Wichtiges bevorsteht. „Ich versuche, das Lampenfieber in Energie umzuwandeln“, erklärt er. Tipps gegen die Nervosität? Atmen und den Fokus auf die Aufgabe richten. Er hat seine eigenen Rituale entwickelt: Vor jeder Show geht er durch das Theater, berührt seine Requisiten und findet die passende Energie. „Das gibt mir ein Gefühl von Sicherheit“, sagt er. Und das ist wichtig, denn die ersten Minuten auf der Bühne sind meist die herausforderndsten, das Lampenfieber ebbt dann oft ab.
Simon hat auch einige Tricks auf Lager, um sich vor dem Auftritt zu entspannen. „Ich finde einen ruhigen Ort, atme tief ein und aus, mache Lockerungsübungen“, erzählt er. Der Fokus-Satz „Ich spiele für den Song, nicht gegen die Nervosität“ hilft ihm dabei, sich zu zentrieren. Und auch das Publikum ist nicht nur eine Kulisse – „die Verbindung mit den Zuschauern ist essenziell“, so Dubach. Ein Blick, ein Lächeln, und schon ist der Kontakt hergestellt.
Die Liebe zur Musik und die Vielfalt der Rollen
Die Vorbereitungszeit variiert je nach Größe der Rolle – das Auswendiglernen kann wirklich Wochen dauern. Es ist eine Kunst für sich. Simon selbst liebt besonders das Lied „Does Your Mother Know“ aus „Mamma Mia!“, einfach wegen seiner Witzigkeit und der tollen Tanzeinlagen. Auf Kreuzfahrtschiffen hat er viele verschiedene Charaktere und Musikstile verkörpert, was ihm die Möglichkeit gibt, in unterschiedliche Rollen zu schlüpfen.
Nach seiner Ausbildung in Deutschland wurde er für das Musical „Fame“ in Hamburg engagiert und sammelte Erfahrungen in Oslo. In Zürich spielte er die Rolle von Kurt in „Oh Läck Du Mir!“ und war Professor Tempus in der Showreihe „Time Machine“ auf den AIDA-Kreuzfahrtschiffen. Seine Weiterbildung in London ergänzte sein Repertoire – ein wahrer Weltenbummler, der immer wieder zurückkehrt, um in seiner Heimatstadt die Herzen der Zuschauer zu erobern.
„Ich ermutige junge Künstler, ihre Träume zu verfolgen und die Komfortzone zu verlassen“, sagt er mit einem Lächeln. Denn das Leben ist zu kurz, um nicht das zu tun, was man liebt. Und mit jeder Aufführung, die er spielt, bringt er ein Stück seiner Leidenschaft auf die Bühne – und das ist einfach unvergleichlich.
