In Zug fand kürzlich eine spannende Weiterbildung des Bienenzüchtervereins Gäu (BZVGÄU) statt, die auf großes Interesse stieß. Tatsächlich hatten sich rund ein Viertel der Vereinsmitglieder eingefunden, um sich über ein wichtiges Thema zu informieren: die alternative Bekämpfung der gefürchteten Varroa-Milbe – und das ganz ohne Chemie. Simon Gisler, ein erfahrener Betriebsberater vom Bundes-Gesundheitsdienst (BGD) von BienenSchweiz, führte durch den Abend und brachte frischen Wind in die Diskussion.

Die Teilnehmer berichteten zu Beginn über ihre Erlebnisse seit dem letzten Imker-Treffen. Es war ein bunter Mix aus Herausforderungen und Erfolgen! Besonders die abgegangenen Schwärme und die enttäuschend geringe Honigernte in diesem Jahr standen im Fokus. Die unbeständigen Wetterbedingungen – erst zu heiß, dann wechselhaft – hatten den Bienen ganz schön zu schaffen gemacht und die Nektarernte stark beeinträchtigt. Ein Bienenvolk kann bis zu 500 g Honig am Tag verbrauchen, damit ist klar, dass ausreichend Vorrat nötig ist!

Ein schmackhaftes Beisammensein

Nach einem intensiven Austausch gab es dann auch etwas für den Magen: Grillwürste vom Felder Metzger – ein Hochgenuss! Die Atmosphäre war angenehm entspannt und die Gespräche flossen. Man merkte, dass sich die Mitglieder gegenseitig unterstützen und von ihren Erfahrungen profitieren wollten. Ein großes Dankeschön gebührt Simon Gisler für die interessante Präsentation und Franz Berger, der die Veranstaltung organisiert hat. Solche Events sind nicht nur lehrreich, sondern auch eine tolle Gelegenheit, sich unter Gleichgesinnten auszutauschen.

Doch was macht die Varroa-Bekämpfung so entscheidend? Diese Milbe, ursprünglich aus Asien, wurde 1967 in Europa entdeckt und ist inzwischen weltweit verbreitet. Sie saugt Nährstoffe von den Bienen und kann ohne Behandlung zum Tod der Völker führen. Auch die Übertragung von Viren, die zu Missbildungen führen, ist ein ernstzunehmendes Problem. Ein effektives Bekämpfungskonzept ist daher unerlässlich, um die Bienen und die Bestäubung unserer Pflanzen zu sichern.

Diagnose und Behandlung

Um den Milbenbefall zu diagnostizieren, gibt es verschiedene Methoden, wie zum Beispiel die Puderzuckermethode oder die Gemülldiagnose. Ein gutes Monitoring ist entscheidend. Im Frühling sollten biotechnische Maßnahmen vor der Haupttrachtzeit stattfinden, während im Sommer nach der Honigernte intensivere Behandlungen nötig sind. Besonders wichtig ist die richtige Behandlung im Herbst, um die Völker gut auf den Winter vorzubereiten. Das Wetter spielt dabei eine nicht zu unterschätzende Rolle – es beeinflusst die Effektivität der Behandlungen enorm!

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In der heutigen Zeit ist es auch wichtig, eine akkurate Bestandsbuchführung zu haben, die gesetzlich vorgeschrieben ist. So bleibt alles im Blick, und es minimiert Haftungsrisiken. Ein gut geführtes Bestandsbuch optimiert zudem die betriebliche Organisation. Bei der Behandlung von Ablegern und Jungvölkern ist besondere Aufmerksamkeit gefragt – hier sind sanfte Methoden gefragt, um die kleinen Bienchen nicht zu überfordern.

Die Weiterbildung des BZVGÄU war ein voller Erfolg – nicht nur wegen der leckeren Grillwürste, sondern vor allem wegen des regen Austauschs und der wertvollen Informationen. Mögen die Bienen gut durch den Sommer kommen und die Varroa-Milbe weiterhin keinen großen Schaden anrichten!