Es ist ein bisschen wie ein Spiel. Ein Ranking, das die lebenswertesten Städte der Welt auflistet, und plötzlich schlüpft Zürich von Platz zwei auf fünf. Das hat was von einem schleichenden Verlust. Laut der Economist Intelligence Unit (EIU) bleibt Kopenhagen unangefochten an der Spitze, während Genf sich ein kleines Stückchen nach oben schiebt und nun auf Rang sechs verweilt. Da denkt man sich doch: Was läuft da eigentlich schief in der Stadt der Zünfte und des Schokoladegenusses?

Zürich, die pulsierende Metropole am Zürichsee, hat es dennoch nicht so schlecht. Die Stadt hat einiges zu bieten – von einer stabilen Infrastruktur über ein hervorragendes Gesundheitswesen bis hin zu einem beeindruckenden Kulturangebot. Aber die Konkurrenz schläft nicht, und während asiatische Städte im Gesundheitswesen aufholen, scheinen andere, vor allem im Nahen Osten, durch Sicherheitsprobleme ins Straucheln zu geraten. Die EIU bewertet insgesamt 173 Städte und zieht dabei verschiedene Kriterien wie Stabilität, Bildung und Umwelt in Betracht. Man fragt sich, ob die Zürcher vielleicht mal wieder einen kleinen Anstupser brauchen, um ihre Position zu festigen.

Ein Blick auf die anderen Städte

Es ist faszinierend, dass Australien gleich drei Städte in den Top 8 hat: Sydney, Melbourne und Adelaide. Das ist doch eine Ansage! Wien, Osaka, Vancouver und Tokio ergänzen die Liste der zehn besten Städte. Man muss sich fragen, ob die Lebensqualität in diesen Städten tatsächlich besser ist oder ob die Rankings einfach nur ein bisschen hin und her schaukeln. Immerhin gab es auch Zeiten, in denen Melbourne sieben Jahre lang die Nummer eins war. Und wenn man sich die letzten Plätze anschaut – Dhaka, Tripolis und Damaskus – ist es klar, dass nicht überall der gleiche Wind weht.

Die Rankings und ihre Subjektivität

Die Rankings sind aber nicht immer unumstritten. Verschiedene Organisationen wie Mercer und Monocle haben ihre eigenen Methoden, um Lebensqualität zu bewerten. Das Mercer Quality of Living Survey vergleicht Städte anhand von 39 Kriterien, die von Sicherheit über Kultur bis hin zu Hygiene reichen. Irgendwie ist es ein bisschen wie eine große Umfrage, wo jeder seine eigene Meinung hat. Wenn man sich dann noch vor Augen führt, dass New York City den Basiswert von 100 hat, wird einem klar, wie relativ das alles ist. Was für den einen ein Paradies ist, kann für den anderen ein Albtraum sein.

Interessant ist auch, dass Rankings wie dasjenige von Monocle neben Sicherheit und Gesundheit auch Dinge wie soziale Toleranz und Stadtgestaltung betrachten. Das zeigt, wie facettenreich das Thema Lebensqualität ist und wie unterschiedliche Faktoren in verschiedenen Städten unterschiedlich gewichtet werden. Wenn man bedenkt, wie sehr die subjektiven Empfindungen das Ranking beeinflussen können, wird schnell klar, dass es nicht die eine Wahrheit gibt – und das macht es irgendwie spannender.

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Die EIU veröffentlicht seit 2002 jährlich ihr Global Liveability Ranking und gibt uns damit einen Einblick in die Lebensqualität von über 170 Städten. Egal, ob man jetzt in Zürich lebt oder nicht – die Rankings sind ein spannendes Thema, über das man sich unterhalten kann. So bleibt die Frage offen: Wie wird sich Zürich in den kommenden Jahren schlagen? Vielleicht gibt es ja schon bald wieder einen Grund zur Freude für die Zürcher.