Heute ist der 20.05.2026, und in Zürich geschieht etwas ganz Besonderes. Der Campus Irchel der Universität Zürich wird nicht nur modernisiert, sondern auch um ein neues ökologisches Highlight bereichert. Im östlichen Teil des Irchelparks entsteht ein neuer Weiher, der als Lebensraum für bedrohte Arten wie die bauchige Schnauzenschnecke und die seltene Wasserfeder dient. Diese beiden Arten haben nun die Chance, in einem neu gestalteten Umfeld Fuß zu fassen, denn der Bau eines neuen Gebäudes lässt die bisherigen Teiche verschwinden.
Der Zürcher Baudirektor Martin Neukom hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesen Weiher ökologisch wertvoller zu gestalten als die alten Teiche. Man könnte fast sagen, er hat einen kleinen Paradiesgarten für unsere Wasserbewohner erschaffen! Die Fachleute haben mit flachen Ufern, tiefen Wasserstellen und einer Vielzahl an Pflanzen dafür gesorgt, dass sich die bauchige Schnauzenschnecke, die auf der Roten Liste bedrohter Arten steht, wohlfühlen kann. Diese Schnecke hat ein Häuschen von gerade einmal acht Millimetern Durchmesser und lebt häufig auf der Wasserfeder – die jetzt, ganz im Sinne des Naturschutzes, umgesiedelt wurde.
Die Herausforderung der Umsiedlung
Die Umsiedlung dieser Arten ist alles andere als alltäglich. Ehrlich gesagt, es gibt wenig Erfahrung damit, was eine gehörige Portion Kreativität erfordert. In einem ersten Schritt wurden die Pflanzen umgesiedelt, und erst danach die Schnecken. Man fragt sich, wie sich die bauchigen Schnauzenschnecken wohl fühlen – ich kann mir vorstellen, dass sie ein wenig aufgeregt sind. Aber keine Sorge, das Team vor Ort hat alles im Griff. In den kommenden Wochen sind noch Gärtnerarbeiten geplant, einschließlich Begrünung und Saatgutverteilung. So wird der neue Weiher bald ein buntes Leben beherbergen.
Das Team wird auch die Wasserstände und die Wasserqualität im Auge behalten, damit alles in bester Ordnung ist. Und das Schöne daran: Rund um den neuen Weiher sollen sich zahlreiche Arten ansiedeln! Amphibien, Libellen, Wildbienen und Kleinsäuger – das klingt doch nach einer lebendigen Gemeinschaft. Man kann sich schon vorstellen, wie die Libellen über das Wasser tanzen und die Wildbienen emsig von Blüte zu Blüte fliegen.
Ein Schritt in die richtige Richtung
Die Schaffung dieses neuen Lebensraums ist nicht nur ein Gewinn für die Natur, sondern auch ein Zeichen für das Engagement der Stadt Zürich und der Universität, sich für den Erhalt bedrohter Arten einzusetzen. Ein kleiner Weiher kann, so unscheinbar er auch sein mag, einen großen Unterschied machen. Wer hätte gedacht, dass ein paar Wasserpflanzen und Schnecken eine solch zentrale Rolle im ökologischen Gleichgewicht spielen können? Manchmal sind es die kleinsten Dinge, die die größte Wirkung haben.
Und während die Stadt sich weiterentwickelt, ist es beruhigend zu wissen, dass die Natur nicht vergessen wird. In Zürich wird nicht nur gebaut, sondern auch umgedacht – ein Schritt in eine grünere und lebenswertere Zukunft!