Die «Turicum»: Ein neues Kapitel der Tradition im Limmat-Club Zürich
Heute ist der 19.07.2026 und in Zürich gibt es Grund zum Feiern! Der Limmat-Club hat mit viel Pomp und auf einer prachtvollen Feier sein neues Langschiff, die «Turicum», getauft. An der malerischen Schipfe Neptun schwang Taufpate André Graf, Chef der Wasserschutzpolizei, den Taufhammer – ein Moment, der die Herzen der Mitglieder höher schlagen ließ. Wenn man bedenkt, dass der Limmat-Club bereits 1869 gegründet wurde, ist es beeindruckend, wie traditionsbewusst dieser Verein bleibt.
Das neue Flaggschiff ist 15 Meter lang und 2,4 Meter breit, und es wiegt stolze 1200 Kilogramm. Die Bauzeit betrug ganze 250 Stunden, und gebaut wurde es überwiegend aus Fichten- und ein wenig Eichenholz. Die kreativen Mitglieder des Clubs haben sich auch um die Bemalung gekümmert – eine wahre Gemeinschaftsleistung! Die «Turicum» ist nicht nur ein schicker Anblick, sie bietet auch Platz für bis zu 30 Personen. Mit einem 50-PS-Motor oder ganz traditionell durch Muskelkraft kann das Schiff betrieben werden. Ruderbetrieb mit verschiedenen Konfigurationen – das klingt nach einem echten Abenteuer! Und für die besonderen Anlässe gibt es sogar eine Böllerkanone für Salutschüsse – was für ein Spaß!
Ein Rückblick auf die Tradition
Die Taufe der «Turicum» ersetzt ein älteres Boot, das mit einer sogenannten Todesfahrt verabschiedet wurde. Ein bisschen makaber, aber auch sehr ehrwürdig. Diese Todesfahrt fand am Pfingstsamstag statt und diente gleichzeitig als Trainingsfahrt für die Hirsebreifahrt. Diese besondere Fahrt wird vom 19. bis 23. August stattfinden und erinnert an einen Vorfall aus dem Jahr 1456, als ein Topf mit heißem Hirsebrei von Zürich nach Strassburg transportiert wurde. Damals war es mehr als nur eine kulinarische Reise – es war ein Zeichen der Solidarität. Der Limmat-Club hat diese Tradition seit 1946 im Zehnjahresrhythmus fortgeführt. Irgendwie berührend, oder?
Der Limmat-Club Zürich hat sich über die Jahre hinweg zu einem wichtigen Teil der städtischen Kultur entwickelt. Als Jakob Huber-Keller und Gleichgesinnte 1869 im Hotel Limmathof den Club gründeten, war die Welt noch eine andere. Es gab keine Elektrizität, keine Kanalisationen, geschweige denn Automobile. Die Leute transportierten ihre Waren hauptsächlich über Wasserwege. Die erste große Fernfahrt des Clubs nach Strassburg im Jahr 1893 war ein Meilenstein, der die sportliche Konkurrenz zu anderen Vereinen am Rhein einläutete.
Ein Ort der Gemeinschaft
Der Limmat-Club ist mehr als nur ein Wassersportverein; er ist ein Ort der Freundschaft und des Austauschs. Über die Jahre haben die Mitglieder enge Beziehungen, sogar über Landesgrenzen hinweg, geknüpft. Man könnte sagen, dass der Club ein sportlich-kameradschaftlicher und familiärer Ort ist, der Raum für viele gemeinsame Erlebnisse bietet. 2019 feierte der Limmat-Club sein 150-jähriges Bestehen – ein beeindruckender Meilenstein, der zeigt, wie lebendig und relevant dieser Verein auch in der heutigen Zeit bleibt.
Die «Turicum» ist also nicht nur ein neues Schiff, sondern auch ein Symbol für die Tradition und den Gemeinschaftsgeist des Limmat-Clubs. Wenn das nicht nach einem Grund zum Feiern klingt! Man darf gespannt sein, welche Abenteuer die «Turicum» noch erleben wird.
