Heute ist der 18.07.2026 und während die Sonne über Zürich brennt, kämpfen unsere heimischen Wildtiere mit den Folgen der drückenden Hitze und der anhaltenden Trockenheit. Der Europäische Igel, den wir oft als knuffiges Nachttier im Garten bewundern, hat es jetzt besonders schwer. Annekäthi Frei, Tierärztin beim Igelzentrum Zürich, berichtet, dass die Igel mehr unter der Trockenheit als unter den hohen Temperaturen leiden. Tatsächlich können sie aufgrund der ausbleibenden Regenfälle kaum Wasserquellen finden und benötigen menschliche Hilfe, um zu überleben. Ein schockierendes Bild, wenn man bedenkt, wie wichtig diese kleinen Stachelritter für unser Ökosystem sind!

Der Gesundheitszustand der Igel ist stark von ihrem Lebensraum abhängig. Mit einer naturnahen Gestaltung unserer Gärten und Parks könnten wir ihnen helfen, sich besser zurechtzufinden. Igel sind nicht nur niedlich, sie ernähren sich auch von Insekten wie Laufkäfern und Schmetterlingsraupen, die ebenfalls von der Wärme profitieren. Doch die Trockenheit hat nicht nur den Igeln, sondern auch vielen anderen Wildtieren zugesetzt. Mauersegler fallen aus ihren Nestern, während Turmfalken in der Greifvogelstation Berg am Irchel nach Hilfe suchen, da sie mehr als 20 verwaiste Jungvögel versorgen müssen.

Die Herausforderungen der Urbanisierung

Wildtiere ziehen zunehmend in unsere Städte, wo sie auf die einen oder anderen Überraschungen treffen. Parks, Gärten und Friedhöfe bieten zwar neue Lebensräume, doch die versiegelten Böden und überhitzten Stadtgebiete erschweren es vielen Arten, an Wasser zu gelangen. Martin Geilhufe, der BN-Landesbeauftragte, betont die Notwendigkeit, mehr Grün in die urbanen Räume zu bringen, um den Tieren ein Überleben zu ermöglichen. In der aktuellen Paarungszeit steigt der Wasserbedarf der Igel, und sie kämpfen ums Überleben – nicht gerade die besten Voraussetzungen, um eine Familie zu gründen, oder?

Wenn ihr einen Igel in Not findet, solltet ihr unbedingt zur nächsten Vogelpflegestation gehen. Silvia Volpi empfiehlt, gefundene Mauersegler dorthin zu bringen. Und für alle, die etwas für die Igel tun wollen: Stellt flache Wasserschalen in euren Gärten auf, reinigt sie täglich und platziert sie im Schatten. Außerdem könnt ihr naturnahe Gärten gestalten – heimische Wildblumen und dichte Hecken sind nicht nur schön, sie bieten auch Unterschlupf für viele Tiere. Offene Durchgänge in Gartenzäunen erleichtern den Igeln das Wandern zwischen den Gärten.

Essen, Trinken und Überleben

Die Böden in den Zürcher Wäldern sind mittlerweile ausgetrocknet, und das Risiko von Waldbränden steigt. Die Hauptbaumarten wie Buche und Fichte sind anfälliger für Krankheiten und Schädlinge, was die Situation weiter verschärft. Rehe und Wildschweine haben zwar Strategien entwickelt, um mit dem Wassermangel umzugehen, doch auch sie sind gefährdet. Wildtiere passen ihr Verhalten an das Stadtleben an, nutzen Parks und Grünanlagen als Nahrungsquelle und Versteck. Es ist schon verrückt, wie sie sich anpassen – man sieht Füchse, die nachts durch die Straßen streifen, während Waschbären nach Essensresten suchen.

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Doch trotz der Herausforderungen, die die Urbanisierung mit sich bringt, können Städte auch Rückzugsorte für bedrohte Arten sein. Wenn sie naturnah gestaltet sind und ausreichend Grünflächen bieten, könnten sie mehr als nur Beton-Dschungel sein. Es liegt an uns, diese kleinen Veränderungen vorzunehmen und den Wildtieren einen Platz in unserer Gesellschaft zu geben. So können wir gemeinsam dafür sorgen, dass die Verbindung zwischen Mensch und Natur nicht nur ein leeres Wort bleibt, sondern lebendig wird. Also, lasst uns aktiv werden und diesen wunderbaren Geschöpfen helfen, die uns so viel Freude bereiten!