Heute ist der 22.05.2026 und im malerischen Wallis brodelt es: Ein kleiner Ort, der unter Umständen vor einer großen Entscheidung steht. In Leuk, wo die Bergwelt die Natur mit einer gewissen majestätischen Ruhe umarmt, regt sich Widerstand gegen den Bau von 40 Antennen für den satellitenbasierten Internetdienst Starlink von SpaceX, dem Unternehmen von Elon Musk. Der Protest wird von den Ärzten Hanna Schnyder-Etienne und Roman Kuonen angeführt, die sich nicht nur um die Technologie selbst, sondern auch um die gesundheitlichen Auswirkungen der Strahlung Gedanken machen.
Die beiden Mediziner sind nicht alleine. Am Donnerstag haben 15 Einwohner von Leuk eine Petition an den Bundesrat in Bern übergeben. In dieser Petition sind fast 15.000 Unterschriften gesammelt, viele davon über die Kampagnenorganisation Campax. Es ist ein eindringlicher Aufruf: Die Bürger wollen, dass ihre Bedenken ernst genommen werden. Schnyder-Etienne und Kuonen sind besorgt über die Sicherheit der Antennen. Die Gemeinde beruft sich auf eine Hochfrequenzstudie von SpaceX, die die Unbedenklichkeit der Antennen bescheinigt, doch die beiden Ärzte hegen Zweifel an dieser Studie. Sie fordern weitere Forschungen, denn die Auswirkungen von Strahlung auf die Gesundheit sind ein sensibles Thema – gerade in einer Zeit, in der wir immer mehr von Technologie umgeben sind.
Ein Verein gegen die Strahlung
Im Juni 2025, als Schnyder-Etienne und Kuonen von dem Projekt erfuhren, gründeten sie den „Verein zum Schutz vor Satellitenstrahlung Region Leuk“. Mit dieser Initiative wurde ein weiterer Schritt unternommen, um die Stimme der Bürger zu stärken. Inzwischen wurden 25 Einsprachen gegen die Baubewilligung bei der Gemeinde eingereicht, aber die Genehmigung wurde trotzdem erteilt. Das ist ein wenig frustrierend, wenn man bedenkt, dass die Bedenken der Anwohner nicht einfach vom Tisch gewischt werden sollten.
Kuonen geht sogar so weit, eine Grundsatzdebatte über die Gefahren von Strahlung und die Rolle von Elon Musk zu fordern. „Irgendwie fühlt es sich seltsam an, dass wir hier über die Gesundheit von Menschen diskutieren, während große Unternehmen wie SpaceX mit ihren Projekten vorpreschen“, sagt er. Der Bundesrat hat bereits auf eine Interpellation reagiert und sieht derzeit keinen Handlungsbedarf. Für Kuonen ist das nicht genug. Sollte die Entscheidung des Kantons Wallis, die Einsprache des Vereins zu prüfen, nicht zu seinen Gunsten ausfallen, plant er, notfalls vor das Bundesgericht zu ziehen. Das zeigt, wie ernst es ihm ist.
Die Sicht der Gemeinde
Die Gemeinde selbst steht in der Zwickmühle. Auf der einen Seite ist da die vielversprechende Aussicht auf schnelles Internet, von dem viele hoffen, dass es auch den ländlichen Raum erreicht. Auf der anderen Seite sind da die berechtigten Ängste der Anwohner, die sich um ihre Gesundheit sorgen. Und es ist nicht nur ein Thema der Technik – es geht um die Lebensqualität und das Wohlbefinden der Menschen. Ein spannendes Spannungsfeld, das hier in Leuk entsteht!
Die Diskussion um die Starlink-Antennen könnte mehr als nur die kleinen Dörfer im Wallis betreffen. Es ist eine Debatte über Technologie, Gesundheit und die Verantwortung von Unternehmen, die uns alle betrifft. Und während sich die Ereignisse hier entwickeln, bleibt abzuwarten, wie die Entscheidung des Kantons ausfallen wird. Wird die Stimme von Leuk gehört oder bleibt sie ungehört in der Welt der Satelliten? Die nächsten Schritte könnten entscheidend sein.