Im beschaulichen Walliser Dorf Illarsaz ist der Schock groß. Ein neun Wochen alter Shiba-Inu-Welpe namens Yuna wurde am Freitagvormittag mutmaßlich entführt. Die Familie, die den kleinen Racker erst kürzlich von einem regionalen Züchter geschenkt bekommen hatte, ist in heller Aufregung. Zwei Männer in einem blauen Auto mit französischen Händlerkennzeichen stehen im Verdacht, den Welpen unter ihrer Jacke versteckt mitgenommen zu haben. Ja, das klingt wie aus einem Krimi, aber in der Realität ist das für die Familie ein Albtraum.

Der Vorfall ereignete sich gegen 10 Uhr, als die beiden Männer in der Nachbarschaft an den Haustüren klingelten und ihre Dienste anboten. Anwohner wurden stutzig, als einer der Männer mit etwas unter der Jacke zum Auto zurückkehrte. Ein mutiger Nachbar filmte die Szene mit einer Überwachungskamera und half so, das Geschehen zu dokumentieren. Die Familie befürchtet, dass Yuna durch eine Hecke aus dem Garten schlüpfte und auf den Mann zuging. Sie reagierten sofort, erstatteten Anzeige bei der Polizei und informierten die Grenzposten.

Ein Aufschrei in den sozialen Medien

Im digitalen Zeitalter ist es fast schon selbstverständlich, dass ein solcher Vorfall in sozialen Medien für Aufregung sorgt. Die Familie startete sofort einen Suchaufruf, der sich rasend schnell verbreitete und tausendfach geteilt wurde. Doch trotz der Registrierung von Yuna mit einem Mikrochip bleibt ein mulmiges Gefühl: In Frankreich gibt es illegale Zuchten, bei denen Chips entfernt werden. Es ist nicht nur ein Welpe, es ist ein Teil der Familie, der plötzlich verschwunden ist.

Shiba Inus sind in der Schweiz eine beliebte Rasse, und die Familie war sich der Beliebtheit dieser tierischen Begleiter bewusst. Diese kleinen, lebhaften Hunde stammen ursprünglich aus Japan und haben eine treue Fangemeinde weltweit. Mit einer Größe von 33 bis 43 cm und einem Gewicht von 6,8 bis 11 kg sind sie nicht nur niedlich, sondern auch ausgesprochen intelligent und selbstständig. Ihr Charakter: aufmerksam, loyal und manchmal ein bisschen eigensinnig. Genau die Eigenschaften, die sie so charmant machen, aber auch zu einem begehrten Ziel für Diebe.

Ein Blick auf die Rasse

Shiba Inus haben eine interessante Geschichte. Ursprünglich als Wach- und Jagdhunde gezüchtet, stammen sie aus den zentraljapanischen Bergregionen. Die gezielte Zucht begann in den 1930er-Jahren, und seit 1964 sind sie offiziell von der FCI anerkannt. Ihr Aussehen ist unverwechselbar: Schlanker, muskulöser Körper, dreieckige Stehohren und eine nach oben gekringelte Rute. Aber das ist noch nicht alles – sie sind klug und selbstständig, was ihre Erziehung zu einer kleinen Herausforderung machen kann. Experten raten: Anfänger sollten sich lieber nach einer anderen Rasse umsehen.

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Die Familie von Yuna hofft inständig, dass ihr kleiner Schatz bald wieder zu ihnen zurückkehrt. Für sie ist es mehr als nur ein Hund; es ist ein treuer Begleiter, der für viele Jahre ein Teil ihrer Familie sein sollte. Doch in einer Welt, in der Hunde immer mehr zu einem begehrten Gut werden, ist es entscheidend, wachsam zu sein. Die Geschichten von entführten Hunden, vor allem von beliebten Rassen wie dem Shiba Inu, häufen sich. Und während die Familie alles tut, um Yuna zu finden, bleibt die Frage: Was ist mit den Werten und dem Respekt vor unseren tierischen Mitbewohnern geschehen?