Die Obsternte aus dem Wallis wird nicht nur von Feinschmeckern geschätzt, sondern gewinnt zunehmend auch an Bedeutung im Hinblick auf den Klimaschutz. Eine neue CO₂-Bilanz zeigt, dass Äpfel, Birnen und Aprikosen aus dieser Region deutlich weniger Treibhausgasemissionen verursachen als ihre importierten Verwandten. In Zahlen ausgedrückt: Walliser Früchte verursachen zwischen drei- bis hundertmal weniger Emissionen! Das ist doch mal eine Ansage, oder?

Das Wallis hat sich hier ganz klar als Vorreiter positioniert. Fast ein Drittel der Schweizer Tafelobstproduktion kommt aus dieser sonnigen Region, und die jährlichen Gesamtemissionen der dortigen Obstproduktion werden auf etwa 6070 Tonnen CO₂-Äquivalent geschätzt. Zum Vergleich: Das entspricht dem CO₂-Ausstoß von zwölf Flugzeugen, die von Genf nach New York fliegen. Wenn das nicht nach einem umweltfreundlichen Genuss klingt, dann weiß ich auch nicht.

Nachhaltige Strategien für eine grünere Zukunft

Die kantonale Strategie „Obst- und Gemüsebau bis 2030“ hat das Ziel, ein nachhaltiges und widerstandsfähiges Agrar- und Ernährungssystem zu schaffen. Dabei geht es nicht nur um die Reduktion von CO₂-Emissionen, sondern auch um gesicherte Erträge und faire Preise. Ein neues Berechnungstool für Produzenten wird eingeführt, damit diese ihre eigenen Treibhausgasemissionen schnell und zuverlässig überprüfen können. Der Verzehr von saisonalem Schweizer Obst wird als echter Hebel zur Reduktion von Emissionen hervorgehoben.

Die Bedeutung von CO₂-Bilanzen für die Klimaziele ist nicht zu unterschätzen. Im Wallis wurden bereits zwei CO₂-Bilanzen erstellt, eine für das Kantonsgebiet und eine für die kantonale Verwaltung. Diese Bilanzen, die auf international anerkannten Methoden basieren, zeigen, dass zwar eine Verringerung der Emissionen stattfindet, das Emissionsniveau jedoch nach wie vor hoch ist. Das Kantonale Ziel? CO₂-Neutralität bis 2050 – ein ambitioniertes Vorhaben!

Herausforderungen und Chancen in der Landwirtschaft

Die landwirtschaftliche Produktion hat durch den Klimawandel mit unterschiedlichen Herausforderungen zu kämpfen. Das Bundesamt für Landwirtschaft, das Bundesamt für Umwelt und das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen haben die Klimastrategie Landwirtschaft und Ernährung ins Leben gerufen. Ziel ist es, die Anpassungsfähigkeit der Branche zu fördern und gleichzeitig die Emissionen zu reduzieren. Das klingt alles ganz schön komplex, aber letztendlich geht es darum, dass wir auch in Zukunft schmackhafte und nachhaltige Lebensmittel genießen können.

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Ein zentrales Element der Strategie ist es, die Landwirtschaft klima- und standortangepasst zu gestalten. Bis 2050 soll ein Selbstversorgungsgrad von mindestens 50 Prozent erreicht werden. Auch der Ernährungs-Fußabdruck pro Kopf soll erheblich verringert werden – und zwar um zwei Drittel im Vergleich zu 2020. Das sind ambitionierte Vorgaben, die nur mit einem starken Maßnahmenplan umgesetzt werden können, der alle Akteure entlang der Wertschöpfungskette einbezieht.

Wenn man bedenkt, dass über 60% der Emissionen im Wallis außerhalb des Kantons verursacht werden, wird klar, dass wir hier keine Zeit verlieren dürfen. Es ist an der Zeit, die Ärmel hochzukrempeln und gemeinsam an einer besseren Zukunft zu arbeiten – für unsere Obstbauern, unsere Umwelt und natürlich für unseren eigenen Genuss!