Notfallvorsorge im Alarmzustand: Vertrauen in Gefahr
Heute ist der 25.06.2026, und während wir hier in Basel die warmen Sonnenstrahlen genießen, gibt es ernsthafte Themen, die uns alle betreffen. Eine aktuelle Studie des Touring Club Schweiz (TCS) hat alarmierende Ergebnisse bezüglich der Unsicherheit der Bevölkerung in Notsituationen ans Licht gebracht. Es scheint, dass wir uns alle ein Stück weit in einem Dilemma befinden, wenn es um medizinische Notfälle geht. Das Notfallbarometer zeigt, dass das Vertrauen in Notfallorganisationen wie Sanität und Polizei leicht rückläufig ist, während die Beurteilung der Notfallversorgung in Berggebieten stark gesunken ist. Von 74% im Vorjahr auf nur noch 62% – das ist ein deutlicher Rückgang!
Die Bevölkerung fühlt sich weniger kompetent, wenn es darum geht, in kritischen Situationen richtig zu reagieren. Ein Mittelwert von 5.6 für das Erkennen und Reagieren bei Notfällen – im Vergleich zu 6.3 im Jahr zuvor – spricht Bände. Nur 71% trauen sich zu, eine bewusstlose Person in stabile Seitenlage zu bringen. Das sind 10% weniger als noch im letzten Notfallbarometer. Es ist kein Wunder, dass 81% der Befragten regelmäßige Weiterbildungen in Erster Hilfe wünschen. Die Mehrheit zieht es vor, solche Kurse über Vereine oder Organisationen wie das Rote Kreuz oder die Samariter zu absolvieren. Man fragt sich: Wo bleibt die Sicherheit, wenn jeder einzelne für sich selbst verantwortlich ist?
Vertrauen und Unsicherheit
Das Vertrauen in die Notfallorganisationen bleibt zwar grundsätzlich hoch, aber die Werte sind im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Das könnte mit den jüngsten Brandkatastrophen in Crans-Montana und Kerzers zusammenhängen, die die Menschen in der Schweiz stark betroffen haben. Es ist ein komisches Gefühl, wenn man weiß, dass die Notfallversorgung in Städten von 96% als gut bewertet wird, während in abgelegenen Bergregionen die Qualität stark sinkt. Das wirft Fragen auf – wie kann es sein, dass es in der einen Region so gut läuft und in der anderen nicht?
Die Befragungen, durchgeführt von gfs.bern im Auftrag des TCS, zeigen, dass die Erhebungen zwischen Mitte Februar und Ende März stattfanden. Insgesamt wurden 1.004 Personen befragt, darunter auch 810 TCS-Mitglieder. Diese Ergebnisse sind nicht nur Zahlen, sie spiegeln die Ängste und Unsicherheiten der Menschen wider. Die allgemeine Bevölkerung wird mit 4.7 eingestuft – das ist ein ziemlich besorgniserregender Wert.
Ein Aufruf zur Weiterbildung
Die Tatsache, dass so viele Menschen sich unsicher fühlen, zeigt, wie wichtig es ist, in Erster Hilfe geschult zu sein. Es ist nicht nur eine Frage des Vertrauens, sondern auch der Sicherheit. Ein Notfall kann schnell eintreten – sei es beim Wandern in den Alpen oder im Alltag. Weiterbildung sollte nicht allein dem Einzelnen überlassen werden, sondern muss aktiv gefördert werden. Die Organisationen sind gefordert, und auch wir als Gesellschaft sollten uns Gedanken darüber machen, wie wir uns gegenseitig unterstützen können.
Es bleibt spannend zu sehen, wie die Notfallorganisationen auf diese Herausforderungen reagieren. Denn eines steht fest: In einer Welt, in der Unsicherheiten zunehmen, ist es umso wichtiger, die eigenen Fähigkeiten in der Ersten Hilfe zu stärken. Vielleicht ist es an der Zeit, die Ärmel hochzukrempeln und etwas zu unternehmen – für sich selbst und für andere. Denn Vertrauen ist gut, aber Wissen und Können sind besser!
