Heute ist der 29.04.2026, und während die Sonne über das malerische Wallis scheint, sehen sich die Campingbetreiber in der Region mit einer herausfordernden Situation konfrontiert. Der Frühling bringt nicht nur blühende Blumen und die Vorfreude auf die Sommersaison, sondern auch die traurige Nachricht, dass 13 Campingplätze aufgrund von Naturgefahren gesperrt sind. Die Kantonale Baukommission informierte die Betreiber Mitte März über das Benutzungsverbot, was in der Branche für große Besorgnis sorgt.

Besonders betroffen sind die Betreiber des Camping Riverside, Katherina Steiner-Bucher und Pim Beijen, die von finanziellen Schwierigkeiten und einem drohenden Konkurs berichten. Ihr Platz liegt in der blauen Gefahrenzone, die eine mittlere Gefährdung darstellt. William Jerjen, Betreiber des Campingplatzes Rhodania, äußert hingegen Hoffnung auf positive Entwicklungen, da er bisher keine Wasserprobleme auf seinem Platz verzeichnen konnte. Die Unsicherheit bleibt jedoch groß, während sich die Betreiber bemühen, die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen.

Hoffnungsschimmer im Goms

Ein Lichtblick am Horizont sind die zwei Campingplätze in der Gemeinde Goms, die möglicherweise wieder öffnen können. Ein neues Gutachten liegt vor, das Sicherheit gewährleistet und den Betreibern die Möglichkeit gibt, ein Wiedererwägungsgesuch bei der Kantonalen Baukommission zu stellen. Der Camping des Glaciers in La Fouly hat bereits Maßnahmen zur Verbesserung seines Alarmsystems ergriffen und hat die Zusicherung, einen Drittel der Fläche zu bewirtschaften. Auch der Campingplatz Molignon im Val d’Hérens arbeitet intensiv an weiteren Sicherheitsmaßnahmen.

Die Kritik an den harten Maßnahmen der Kantonalen Baukommission ist laut und deutlich. Insbesondere Gerhard Kiechler, der Gemeindepräsident von Goms, befürchtet, dass die strengen Auflagen zu einem Anstieg von Wildcampern in gefährdeten Gebieten führen könnten. Hans-Jörg Arnold, ein Mitglied der Baukommission, verteidigt die getroffenen Entscheidungen und verweist auf frühere Warnungen, die als Grundlage für die aktuellen Maßnahmen dienten. In der Gemeinde Goms zeigt man auch Fortschritte: Eine Ausweichrinne für einen nahen Bach wurde gebaut, was positive Auswirkungen auf die Sicherheit hat, auch wenn das Verbot weiterhin besteht.

Ein Blick in die Zukunft

Die Situation in der Campingbranche im Wallis ist komplex und erfordert sowohl kreative Lösungen als auch eine enge Zusammenarbeit zwischen den Betreibern und den Behörden. Mit dem Sommer vor der Tür hoffen die Betreiber, dass die Maßnahmen der Kantonalen Baukommission bald gelockert werden und ihre Plätze wieder für Gäste geöffnet werden können. Die Vorfreude auf die Sommersaison bleibt trotz der Herausforderungen spürbar, und manch einer träumt bereits von einer erholsamen Nacht unter dem Sternenhimmel.

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Für weitere Informationen zu den aktuellen Entwicklungen in der Region und den Campingplätzen im Wallis, empfehlen wir einen Blick auf die umfassenden Berichterstattungen von SRF.