Heute ist der 12.07.2026, und in der kleinen Gemeinde La Chaux-sur-Cossonay im Kanton Waadt hat sich am vergangenen Samstag ein Ereignis abgespielt, das für einige Aufregung sorgte. Eine geheime Konferenz, die Neonazis und Holocaustleugner zusammenbringen sollte, wurde in letzter Minute von den Behörden verhindert. Die Veranstaltung war als private Saalmiete getarnt, doch antifaschistische Kreise erhielten Wind davon und informierten prompt die Polizei.

Die geplante Konferenz trug den ominösen Titel „Welche Zukunft für das weisse Europa?“, und unter den Rednern waren einige richtig berüchtigte Figuren. Vincent Reynouard, ein bekannter Holocaustleugner, der erst 2022 verurteilt wurde, und Jérôme Bourbon, Chefredaktor der rechtsextremen Zeitung Rivarol, sollten auftreten. In der rechtsextremen Szene ist der Name Reynouard nicht unbekannt, und es ist schon erstaunlich, wie solche Veranstaltungen in der Schweiz immer wieder aufploppen.

Ein unerwarteter Tumult

Der Saal, der für die Konferenz reserviert war, wurde von einem Anwohner gebucht, der angeblich einen ganz gewöhnlichen privaten Anlass plante. Doch als die Gemeinde La Chaux-sur-Cossonay von den möglichen Aktivitäten erfuhr, wurde sofort die Reißleine gezogen. Gemeindepräsident Pascal Rossy ließ die Reservation annullieren, und die Kantonspolizei war schnell vor Ort, um die Organisatoren zu empfangen. Die Entscheidung wurde akzeptiert, und die Leute verließen das Gebäude ohne weitere Zwischenfälle – ein Glück, denn die Polizei hielt den gesamten Nachmittag über Wache.

Die Sache nahm jedoch eine bizarre Wendung, als Gastronom Francesco Lucia in seiner Auberge Communale, die sich gegenüber dem Gemeindesaal befindet, mit einer Flut von Anrufen und E-Mails bombardiert wurde. Viele Menschen hatten sein Restaurant fälschlicherweise mit dem rechtsextremen Anlass in Verbindung gebracht. Lucia informierte umgehend den Gemeindepräsidenten, und die Gemeinde handelte zügig, was die Annullierung des Mietvertrags anging. So kam es, dass trotz des chaotischen Vormittags sein Gasthaus gut besucht war – eine ironische Wendung inmitten einer so ernsten Thematik.

Rechtsextreme Strukturen im Visier

Die Antifa-Gruppen hatten über soziale Medien mobilisiert und die Bevölkerung aufgefordert, die Behörden zu kontaktieren, um die Konferenz zu stoppen. Solche Aktionen sind nicht unüblich, und in der Vergangenheit gab es bereits ähnliche Vorfälle, wie etwa im Mai 2025 in Lenk, wo rechtsextreme Gruppierungen ebenfalls ohne Bewilligung Räume genutzt hatten. Die Gemeinde plant jetzt, künftig genauer hinzuschauen, wem sie ihre Räumlichkeiten vermietet – eine kluge Entscheidung in Anbetracht der Umstände.

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Aber man kann sich nur fragen: Wie viele solcher Zusammenkünfte sind noch geplant, und wie viel Widerstand wird nötig sein, um sie zu verhindern? Die Konferenz in La Chaux-sur-Cossonay mag abgeblasen worden sein, doch die Ideologien, die sie repräsentiert, sind nicht einfach wegzufegen. Sie schwirren weiter in der Luft und warten auf den nächsten Moment, um sich zu entfalten. Das ist eine Realität, die uns alle angeht, egal wo wir leben.