Turbulenzen im Waadt: Von rechtsextremen Absagen bis zu Drohnenfragen
Heute ist der 12.07.2026 und der Kanton Waadt hat in den letzten Tagen einige turbulente Ereignisse erlebt. Ein Hauptthema war die kurzfristige Absage einer Konferenz einer rechtsextremen Gruppe in La Chaux-sur-Cossonay. Die Veranstaltung, die ursprünglich in einem Gemeindesaal stattfinden sollte, hatte das Ziel, französische Revisionisten anzuziehen. Komischerweise wurde die Absage erst bekannt, als die Organisatoren bereits vor Ort waren. Man fragt sich, was da schiefgelaufen ist.
Ein anderes Thema, das die Gemüter erhitzt, sind die Vorermittlungen der Bundesanwaltschaft zu einer Drohnenformation über dem ABC-Labor in Spiez. Ein hochrangiger Armeeangehöriger hat bestätigt, dass der Armeechef Benedikt Roos auf das Labor verwies. Das Bundesamt für Polizei ist ebenfalls involviert. Interessant wird es, wenn man bedenkt, dass das Verteidigungsdepartement plant, mit Hochschulen zusammenzuarbeiten, um Methoden zur Drohnenerkennung zu entwickeln. Vier Projekte aus dem ETH-Bereich sind bereits in Arbeit – mit Kosten von bis zu einer Viertelmillion Franken! Das bringt uns zur Frage, wie sicher unser Luftraum wirklich ist.
Drohnen und Sicherheit im Luftraum
Die Direktorin des BAZL, Francine Zimmermann, hat angekündigt, dass eine Verschärfung des Drohnenverkehrs in der Schweiz geplant ist. Alle Luftraumnutzenden sollen digital sichtbar werden, um Sicherheitsrisiken frühzeitig zu erkennen. Doch es gibt ein großes Aber: Unklarheiten über die Zuständigkeiten bei verdächtigen Drohnen machen die Sache kompliziert. Die Vorstellung, dass wir bald alle wie im Science-Fiction-Film durch den Himmel fliegen, hat etwas Beruhigendes, aber auch Beunruhigendes.
Ein weiteres drängendes Thema ist die Überzahlung bei der AHV und IV. Fast 40 Millionen Franken wurden zu viel an Leistungen ins Ausland gezahlt! Ende März betrug der noch zu zahlende Restbetrag 17 Millionen Franken. Da fragt man sich, wo die ganzen Beträge geblieben sind und wie die Rückforderung überzahlter Beträge überhaupt ablaufen soll. Ein bürokratisches Albtraum-Szenario, das es zu lösen gilt.
Ärztliche Verantwortung und bergsteigerische Herausforderungen
Und dann wäre da noch die Anzeige der Eltern eines verstorbenen 14-Jährigen gegen mehrere Ärzte wegen fahrlässiger Tötung und Urkundenfälschung. Der Teenager wurde zunächst mit Grippe diagnostiziert, bevor er schließlich mit Verdacht auf Sepsis ins Krankenhaus eingeliefert wurde und starb. Solche Tragödien werfen Fragen auf – über die Verantwortung im Gesundheitswesen und die Qualität der Diagnosen.
In den Bergen hat der Bergführerverband die Ausbildung angepasst, um Bergführer auf klimawandelbedingte Risiken vorzubereiten. Immerhin steigt die Gefahr von Steinschlag, und einige Bergführer verzichten sogar darauf, neue Gäste auf das Matterhorn zu führen. Man kann nur hoffen, dass diese Maßnahmen rechtzeitig greifen und Unfälle verhindert werden.
Politische Veränderungen und internationale Beziehungen
Politisch gesehen gibt es auch Neuigkeiten: Pater Andri Tuor soll Weihbischof des Bistums Chur werden. Seine offizielle Ernennung erfolgt durch Papst Leo XIV. Er gilt als reformoffen und könnte frischen Wind in das katholische Bildungswesen bringen sowie den Umgang mit Missbrauchsfällen verbessern. Es bleibt abzuwarten, welche Impulse er tatsächlich setzen kann.
Ein weiterer Punkt, der die Öffentlichkeit beschäftigt, ist die Standortaufgabe des Bundes für das Generalkonsulat und Swissnex in San Francisco. Eine Investition von 8,8 Millionen Franken in den Umbau des Gebäudes scheint verloren, da die Vermieterin eine Mietzinserhöhung forderte. Das wirft Fragen auf über die wirtschaftlichen Strategien und Entscheidungen der Regierung.
Die letzten Tage haben gezeigt, dass es in Waadt viel Bewegung gibt. Von rechtsextremen Gruppierungen bis hin zu wichtigen gesundheitlichen und politischen Fragen – die Entwicklungen sind vielfältig und bieten Stoff zum Nachdenken. Und so bleibt uns nichts anderes übrig, als gespannt zu beobachten, wie sich diese Themen weiter entfalten werden.
