Heute ist der 19.07.2026, und die Sommerferien haben die Straßen der Schweiz fest im Griff. Besonders am Gotthard-Nordportal ist das Chaos am Sonntag, dem 19. Juli, nicht zu übersehen. Der Stau wuchs am Nachmittag auf beeindruckende 14 Kilometer an. Man kann sich vorstellen, wie die Autos dort im Schritttempo vorankamen, während die Reisenden geduldig warteten – oder auch nicht, denn die Geduld hat ihre Grenzen. Gegen 18 Uhr reduzierte sich der Stau immerhin auf 9 Kilometer, doch da war die Laune vieler schon deutlich angekratzt. Der Touring Club Schweiz (TCS) meldete Wartezeiten von über zwei Stunden. Ein kleiner Trost, wenn man bedenkt, dass es am Samstagmorgen sogar bis zu 20 Kilometer Stau gab, mit einem Zeitverlust von schier unglaublichen drei Stunden und 20 Minuten. Da kann einem schon der Schweiß auf die Stirn treten!

In der Hochsaison, wenn viele Reisende aus Deutschland und den Niederlanden durch die Schweiz fahren, ist das Bild am Gotthard nicht untypisch. Die Staus sind fast schon eine Tradition, die man unweigerlich mit dem Sommer verbindet. Reisenden wurde empfohlen, das Gebiet weiträumig zu umfahren, und die Umleitung über die A13 und den San-Bernardino-Tunnel war sicherlich eine willkommene Abwechslung für alle, die nicht im Stau stehen wollten. Die Frage bleibt: Wo sind all die Reisenden hin, die sich dem Stau entziehen wollten? In den schönen Bergen, in der Natur, wo die Luft frisch und klar ist? Oder in ein schattiges Café, wo man bei einem kühlen Getränk die Zeit vergessen kann?

Stau mit Aussicht

Wer sich für die Fahrt durch die Schweiz entscheidet, kann sich auch auf schöne Aussichten freuen, aber das hilft wenig, wenn man im Stau steht. Am Südportal in Fahrtrichtung Norden betrug die Stau-Länge zeitweise vier Kilometer, und auch hier war der Zeitverlust nicht zu unterschätzen: 40 Minuten wurden auf der Uhr angezeigt. Das alles ist natürlich kein Grund zur Freude, doch es ist auch nicht das erste Mal, dass die Reisenden mit diesen Gegebenheiten konfrontiert werden. Es ist ein bisschen wie ein Ritual – man weiß, dass man Geduld mitbringen muss. Und seien wir mal ehrlich, die meisten von uns haben doch schon mal im Stau gesessen und sich gefragt, was die anderen so in ihren Autos machen. Musik hören? Snacks verdrücken? Oder einfach nur die Landschaft anschauen und sich in Gedanken verlieren?

Die Staus am Gotthard haben nicht nur Auswirkungen auf die Reisenden, sondern auch auf die Anwohner und die Region insgesamt. Die Verkehrsbelastung kann zu einer Herausforderung werden, gerade in den heißen Sommermonaten. Es ist wichtig, dass alle Beteiligten Verständnis füreinander aufbringen – sei es der gestresste Reisende oder der Anwohner, der den ganzen Verkehr aushalten muss. In solchen Momenten zeigt sich die wahre Essenz der Schweizer Gastfreundschaft: Ein Lächeln, ein kurzes Gespräch – das kann manchmal mehr bewirken, als man denkt.