Die Reise der Sinne: Mit dem Glacier Express durch die Schweizer Alpen
Heute ist der 19.07.2026 und ich sitze hier in Uri, umgeben von den majestätischen Schweizer Alpen. Wenn man an atemberaubende Zugfahrten denkt, führt kein Weg am „Glacier Express“ vorbei. Der Zug, der sich stolz als der „langsamste Schnellzug der Welt“ bezeichnet, hat es wirklich in sich. Die Reise erstreckt sich über acht Stunden und führt vom malerischen Matterhorn bis ins charmante Engadin. Dabei durchquert der Zug nicht nur die atemberaubende Landschaft, sondern auch gleich drei Kantone: Wallis, Uri und Graubünden.
Mit über 291 Brücken und 91 Tunneln ist die Strecke ein wahres Meisterwerk der Ingenieurskunst. Man könnte sagen, jede Kurve bietet ein neues Panorama, das den Atem raubt. Die Fahrt beginnt im beschaulichen Zermatt, wo das Matterhorn wie ein ehrwürdiger Wächter über dem Dorf thront. Es ist fast so, als würde der Zug selbst die majestätische Schönheit der Berge bewundern, während er durch das Mattertal rollt und an Orten wie Visp und Brig vorbeizieht.
Luxus und Kulinarik auf Schienen
Neu seit einem Jahr ist die Luxusklasse „Excellence“. Hier wird nicht nur für das Auge, sondern auch für den Gaumen gesorgt. Chefkoch Kaila zaubert in der kleinen Küche des Zuges köstliche Speisen, die die Passagiere während der Fahrt genießen können. Man stelle sich vor, man sitzt bei einem feinen Menü und schaut durch das Fenster auf die schneebedeckten Gipfel und grünen Täler – einfach himmlisch! Kim Varela Maneta, die Concierge, sorgt dafür, dass es den Gästen an nichts fehlt, und ich kann mir gut vorstellen, wie sie stets ein Lächeln auf den Lippen hat, während sie sich um die Wünsche der Reisenden kümmert.
Doch das Abenteuer geht weiter! Der Zug durchquert das Goms und den Furkatunnel, bevor er den Kanton Uri erreicht. Hier kommt der Zug in das Urserental und macht Halt in Andermatt. Ich habe gehört, dass dieser Ort ein kleines Juwel ist, das immer mehr Naturliebhaber anzieht. Die Landschaft ist einfach überwältigend und lädt zum Träumen ein.
Ein Blick hinter die Kulissen
Das Filmteam, das sich auf dieser Reise befindet, begegnet Michaela Rapp von der Rhätischen Bahn in Chur. Sie kennt sich bestens aus und kann wohl Geschichten erzählen, die selbst die alten Dampflokomotiven zum Schmunzeln bringen würden. Diese alten Schätzchen haben ihren ganz eigenen Charme und erinnern an eine Zeit, als das Reisen noch ein Abenteuer war. In der Rheinschlucht zwischen Disentis und Chur lebt Fotograf Tibert Keller, der die Schönheit der Natur auf seine eigene Art festhält – seine Bilder sind sicher eine wahre Augenweide.
Als der Zug das Landwasserviadukt überquert, wird einem klar, warum diese Fahrt als eine der spektakulärsten überhaupt gilt. In Samedan trifft das Filmteam Armin Brügger und seine Kollegen vom „Club 1899“, die historische Lokomotiven restaurieren. Es ist bewundernswert, wie viel Leidenschaft und Hingabe in diese alten Maschinen gesteckt wird.
Schließlich rollt der „Glacier Express“ in den Bahnhof von St. Moritz ein, dem Ziel dieser unglaublichen Reise. Wer einmal in diesen Zug gestiegen ist, wird die Erinnerungen an die majestätischen Landschaften und die kulinarischen Köstlichkeiten so schnell nicht vergessen. Ein Erlebnis, das nicht nur die Augen, sondern auch das Herz berührt.
