Heute ist der 28.04.2026 und es gibt Neuigkeiten aus dem Kanton Thurgau, die sowohl Autofahrer als auch Radfahrer betreffen. 2023 fand eine Umgestaltung der Romanshornerstrasse in Kreuzlingen statt, was die Verkehrssituation in der Region beeinflusst hat. Neueste Daten zeigen, dass der motorisierte Individualverkehr im Kanton Thurgau um rund 1,8 Prozent zugenommen hat. Damit haben die Verkehrsmengen erstmals wieder das Niveau von 2019 erreicht oder sogar übertroffen.
Das Jahr 2019 gilt als Referenzjahr, da der Verkehr bis dahin kontinuierlich anstieg, bevor er während der Covid-19-Pandemie einen Rückgang erlebte. Interessanterweise wuchs die Bevölkerung im Kanton Thurgau von 278’727 im Jahr 2019 auf 300’097 im Jahr 2025, was einem bemerkenswerten Wachstum von 7,7 Prozent entspricht. Das durchschnittliche jährliche Bevölkerungswachstum lag bei 1,2 Prozent, und im Jahr 2025 verzeichnete die Bevölkerung ein Plus von 1,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Verkehrsentwicklung im städtischen und ländlichen Raum
Die Verkehrsentwicklung variiert zwischen städtischen und ländlichen Gebieten. Während in städtischen Regionen wie Frauenfeld, Kreuzlingen, Arbon, Amriswil, Weinfelden und Romanshorn ein Rückgang von bis zu 0,6 Prozent und ein Wachstum von bis zu 1,8 Prozent zu beobachten ist, beträgt das Wachstum des Verkehrs im ländlichen Raum sogar 2,4 Prozent. Dies zeigt, dass der Verkehr im ländlichen Raum dynamischer ist als in den urbanen Gebieten.
Die am stärksten befahrenen Kantonsstrassen im Jahr 2025 sind die Romanshornerstrasse in Kreuzlingen mit einem durchschnittlichen täglichen Verkehr (DTV) von rund 23’000 (+1,8 Prozent gegenüber 2024) und die Hauptstrasse in Bottighofen zwischen Mühlegässli und Kreuzlingen mit einem DTV von etwa 19’600 (+1,1 Prozent gegenüber 2024).
Ein Blick auf den Veloverkehr
Ein erfreulicher Trend zeigt sich hingegen beim Veloverkehr: An den Messstellen in Arbon und Bottighofen wurde eine Zunahme von 6,1 Prozent bzw. 5,6 Prozent im Mehrjahresvergleich festgestellt. Diese Zunahme wird vor allem auf das bessere Wetter im Vergleich zum Vorjahr zurückgeführt. Ein guter Grund also, das Velo öfter aus der Garage zu holen und die frische Luft zu genießen!
Obwohl die Verkehrsmengen im Jahr 2024 weiterhin 1,2 Prozent niedriger lagen als vor der Corona-Pandemie, gibt es Hoffnung auf eine positive Entwicklung. Die Zunahme der Bevölkerung übersteigt sogar das Wachstum des motorisierten Individualverkehrs, was auf eine wachsende Nachfrage nach Verkehrsinfrastruktur und einer verstärkten Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel hindeutet.
Für weitere Informationen zur Mobilität und Verkehrsentwicklung in der Schweiz können Sie die Seite des Bundesamtes für Statistik besuchen.