Heute ist der 27.04.2026. Im Kanton Thurgau tut sich was im Bereich Verkehr. Nach einem langen Rückgang während der Corona-Pandemie zeigt die jährliche Verkehrsstatistik 2024, dass das Verkehrsaufkommen 2025 erstmals wieder gestiegen ist. An rund 200 Messstellen wurde ein Anstieg von etwa 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr festgestellt. Dies ist ein bemerkenswerter Schritt, denn die Verkehrsbelastung liegt mittlerweile wieder über dem Niveau vor der Pandemie. Es scheint, als ob die Menschen, die während der Corona-Zeit auf das Auto verzichtet haben, nun wieder in gewohnter Weise unterwegs sind.
Interessanterweise wuchs die Bevölkerung im Kanton Thurgau auch: von 278’727 im Jahr 2019 auf 300’097 Einwohnerinnen und Einwohner bis 2025. Eine Zunahme von 7,7 Prozent, die sicherlich auch zu einem höheren Verkehrsaufkommen beiträgt. Die am stärksten befahrene Kantonsstrasse verläuft zwischen Kreuzlingen und Bottighofen, wo durchschnittlich 23’000 Fahrzeuge pro Tag gezählt werden. Der Trend ist klar: Die Menschen sind wieder unterwegs, sowohl im motorisierten Individualverkehr als auch auf zwei Rädern.
Veloverkehr im Aufwind
Besonders erfreulich ist die Zunahme des Veloverkehrs auf dem Bodensee-Radweg. In Arbon wurde ein Plus von 6,1 Prozent und in Bottighofen von 5,6 Prozent festgestellt. Die Gründe für diesen Anstieg sind naheliegend: Das gute Wetter hat viele dazu motiviert, das Fahrrad wieder zu nutzen. Dennoch zeigt die Verkehrsstatistik auch, dass die Zunahme des Veloverkehrs in den letzten Jahren schwankte. In den letzten Erhebungen gab es in Arbon und Bottighofen einen Rückgang, der auf schlechteres Wetter zurückgeführt wird.
Die Verkehrsbelastung seit der Pandemie ist weiterhin spürbar geringer. Im Vergleich zu 2019 sind die Verkehrsmengen 2024 um 1,2 Prozent tiefer. Während in städtischen Gebieten das Verkehrsaufkommen im Mittel unverändert blieb, verzeichnete der ländliche Raum eine Zunahme von durchschnittlich 0,9 Prozent.
Verkehrstrends und Zukunftsausblick
Die am stärksten befahrenen Kantonsstrassen 2024 umfassen die Romanshornerstrasse in Kreuzlingen mit durchschnittlich 22’500 Fahrzeugen pro Tag und die Konstanzerstrasse im Bereich der SBB-Unterführung mit rund 22’000 Fahrzeugen pro Tag. Auch die Hauptstrasse in Bottighofen und die Seestrasse zwischen Bottighofen und Scherzingen sind stark frequentiert. Diese Zahlen spiegeln die wachsende Mobilität der Bevölkerung und die Entwicklung des Verkehrsangebots wider.
Für die Zukunft bleibt abzuwarten, wie sich das Verkehrsaufkommen weiter entwickeln wird. Die Rückkehr zur Normalität nach der Pandemie ist im Gange, und es bleibt zu hoffen, dass eine Balance zwischen Mobilität und Nachhaltigkeit gefunden wird. Der Kanton Thurgau steht vor der Herausforderung, sowohl den motorisierten Individualverkehr als auch den Veloverkehr zu fördern, um den Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht zu werden.
Für weitere Informationen zu den aktuellen Verkehrstrends im Kanton Thurgau, besuchen Sie bitte die Quelle und die zweite Quelle.