Heute ist der 17.06.2026, und im Kanton Thurgau ist etwas ganz Besonderes im Gange. Die Gemeinschaftsaktion „Go offline! – keine digitalen Medien bis vier Jahre“ hat das Licht der Welt erblickt. Die Verantwortlichen haben die Initiative ins Leben gerufen, um den negativen Auswirkungen des Medienkonsums bei Kindern und Jugendlichen entgegenzuwirken. Immerhin, man kann nicht leugnen, dass die digitale Präsenz unser Leben prägt – und das besonders bei den Jüngsten. Die Schulen und Fachpersonen in der frühen Förderung haben bereits von besorgniserregenden Veränderungen in der kindlichen Entwicklung berichtet. Das ist doch alarmierend, oder?

Die UN-Kinderrechtskonvention, die Erwachsene und den Staat dazu verpflichtet, Kinder zu schützen und ihre gesunde Entwicklung zu fördern, spielt hierbei eine zentrale Rolle. Ein Blick auf die aktuellen Entwicklungen zeigt, dass wir uns in einer Zeit befinden, in der Kinder und Jugendliche zunehmend mit digitalen Medien konfrontiert werden. Und das hat seine Tücken. Auffälligkeiten wie herausforderndes Verhalten, Sprachentwicklungsverzögerungen oder gar eine verminderte Impulskontrolle sind keine Seltenheit mehr. Das sollte uns zu denken geben. Man fragt sich: Wie viel Zeit verbringen Eltern selbst mit ihren Geräten? Häufiger Medienkonsum der Erwachsenen kann die Interaktion mit den Kleinen erheblich verringern. Das geht doch nicht, oder?

Die Aktion „Go offline!“

Ursprünglich im August 2025 von neun Gemeinden im Bezirk Uster ZH ins Leben gerufen, ist „Go offline!“ mittlerweile eine kostenlose Ressource für politische Gemeinden, Schulgemeinden und Fachstellen. Eltern werden aktiv in den Prozess eingebunden. In den Mütter- und Väterberatungen gibt es Informationen zu den negativen Auswirkungen des Medienkonsums. Die Verteilung von Flyern und Tipps für den Umgang mit digitalen Medien soll dabei helfen, die Situation zu verbessern. Das klingt doch schon einmal vielversprechend!

Ein weiterer Baustein ist der Flyer „Der Medienratgeber für Familien in Leichter Sprache“, der Teil des Projekts SCHAU HIN! ist. Hier gibt es jede Menge Tipps für Eltern: von den Gefahren der Nutzung digitaler Medien bis hin zu guten Regeln für die Mediennutzung. Außerdem erhalten Eltern Unterstützung, wenn es darum geht, ihre Kinder beim Ausprobieren digitaler Medien zu begleiten. Mit Partnern wie dem Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie dem ZDF wird das Ganze noch einmal aufgewertet.

Die Rolle der Kinderrechte

Die UN-Kinderrechtskonvention ist ein weiterer wichtiger Aspekt in dieser Thematik. Sie unterteilt sich in Schutz-, Förder- und Beteiligungsrechte. Gerade im digitalen Raum gewinnen die Förder- und Beteiligungsrechte an Bedeutung. Das bedeutet, dass die Rechte der Kinder alters- und reifeabhängig kontinuierlich angepasst werden sollten – schließlich entwickeln sich die Kids ja ständig weiter. Kinder und Jugendliche sind heutzutage mit einer Fülle an Informationen und digitalen Technologien konfrontiert. Das verlangt nach einer differenzierten und altersgerechten Auseinandersetzung. Und ganz wichtig: Sie sollten aktiv in Entscheidungsprozesse einbezogen werden, die ihre digitale Teilhabe betreffen.

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Die Notwendigkeit, Kinder in einer sicheren und altersgerechten Online-Umgebung aufwachsen zu lassen, wird immer deutlicher. Die wachsenden Fähigkeiten der Kinder müssen gefördert werden, und wir müssen gemeinsam dafür sorgen, dass sie nicht nur Konsumenten, sondern auch kompetente Nutzer digitaler Medien werden. Das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die uns alle angeht.