Heute ist der 15.06.2026 und die Wogen in Sirnach scheinen sich endlich zu glätten. Nach zwei Jahren, in denen die Evangelisch Sirnach unter der Direktverwaltung der Evangelischen Landeskirche Thurgau stand, gibt es nun Licht am Ende des Tunnels. Der Grund für diese außergewöhnliche Maßnahme war der Mangel an Kandidatinnen und Kandidaten für die Kirchenbehörde. Irgendwie ist es schon fast ein Wunder, dass man es geschafft hat, die Behörde nach den Erneuerungswahlen mit nur zwei Mitgliedern zu führen, die dann auch noch nicht mehr beschlussfähig waren. Da fragt man sich schon, wie das alles so weit kommen konnte.

Stefan Wohnlich, der landeskirchliche Administrator, wurde vom Evangelischen Kirchenrat eingesetzt, um in dieser turbulenten Zeit die Geschicke zu lenken. Und das hat er auch getan, mehr oder weniger. Mit den Wahlen im Mai 2026 wurde die Kirchenbehörde wieder auf die Füße gestellt und besteht nun aus fünf gewählten Mitgliedern: Yanick Hofmann als Präsident und seinen Kolleginnen Ursula Stutz, Claudia Pfund, Claudia Kohler und Barbara Gamber. Eine recht ordnungsgemäße Wahl – ohne Rechtsmittel und das ganze Drumherum. Man könnte fast sagen, das war mal ein Grund zum Feiern!

Ein Neuanfang für die Kirche

Die Aufhebung der Direktverwaltung ist ein bedeutender Schritt für die Gemeinde. Ab dem 31. Juli 2026 wird Stefan Wohnlich seine Aufgaben als Administrator niederlegen. Das bedeutet frischen Wind und neue Perspektiven – und das kann die Gemeinde gut gebrauchen. Die Herausforderungen waren zahlreich in den letzten Jahren, aber jetzt steht die Tür für neue Ideen weit offen. Die Wahlen haben nicht nur die Struktur wiederhergestellt, sondern auch eine neue Dynamik in die Kirche gebracht. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die neuen Mitglieder in den kommenden Monaten bewähren werden.

Der Evangelische Kirchenrat des Kantons Thurgau, das Herzstück der Evangelischen Landeskirche, hat eine wichtige Rolle gespielt. Er leitet die Geschäfte, sorgt für die Umsetzung der kirchlichen Gesetze und steht in Kontakt mit anderen christlichen Kirchen und den staatlichen Behörden. Es ist gut zu wissen, dass es eine solche Institution gibt, die die Einheit der Kirche fördert und sich um die Belange der Gläubigen kümmert. Die fünf Mitglieder des Kirchenrats – darunter drei Laien und zwei Geistliche – werden von der Synode gewählt und haben die ehrenvolle Aufgabe, die Stimme der Kirche zu sein.

Gemeinsam stark

Die Thurgauer Kirche ist zudem ein aktives Mitglied der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (EKS) und engagiert sich in zahlreichen Projekten, die über die eigenen Grenzen hinausgehen. So arbeitet man mit verschiedenen Institutionen zusammen, um wichtige gesellschaftliche Aufgaben zu erfüllen. Ob in der Erwachsenenbildung, Jugendarbeit oder im Religionsunterricht – überall wird auf ökumenischer Basis Hand in Hand gearbeitet. Und das ist nicht nur wichtig, sondern auch ein Zeichen der Stärke und des Zusammenhalts in einer Zeit, in der man oft das Gefühl hat, dass die Gemeinschaft bröckelt.

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Wir sind gespannt, wie sich die frisch gewählte Kirchenbehörde in den kommenden Monaten entwickeln wird. Eines ist klar: Die Menschen in Sirnach haben eine neue Chance, ihre Kirche aktiv mitzugestalten und sich wieder stärker einzubringen. Es bleibt zu hoffen, dass die neuen Strukturen und Ideen fruchtbare Ergebnisse liefern werden.