Heute ist der 24.06.2026 und die E-Voting-Welt wird immer spannender. Der Bundesrat hat dem Kanton Luzern endlich die Grundbewilligung für E-Voting-Versuche bei eidgenössischen Abstimmungen erteilt. Das bedeutet, dass Luzern bis Ende November 2028 testen kann, wie die elektronische Stimmabgabe funktioniert. Und wer darf als erstes ran? Genau, unsere Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer! Diese dürfen ab der kantonalen Abstimmung im September 2026 erstmals elektronisch abstimmen.

Das E-Voting-System, das dabei zum Einsatz kommt, stammt von der Schweizerischen Post. Ein System, das bereits in Basel-Stadt, St. Gallen, Thurgau und Graubünden erprobt wird. Die positiven Erfahrungen, die die Bundeskanzlei seit 2023 sammeln konnte, sind vielversprechend. Eine Ausnahme gab es allerdings: Im März 2026 kam es in Basel-Stadt zu einer Panne, bei der 2048 Stimmen nicht ausgezählt werden konnten. Aber keine Bange, ein Systemfehler lag nicht vor, und die Wahrscheinlichkeit einer Wiederholung ist verschwindend gering.

Ein kleiner Fortschritt für Luzern

E-Voting soll in Luzern also für etwa 6900 Auslandschweizer Stimmberechtigte geöffnet werden. Das ist nicht nur eine praktische Lösung, sondern bringt auch einige Vorteile mit sich. So wird das Abstimmungsmaterial automatisch für alle verfügbaren Stimmkanäle bereitgestellt. Das klingt schon mal nach einer Erleichterung! Und das ist noch nicht alles: E-Voting ermöglicht eine orts- und zeitunabhängige Stimmabgabe. Wer hätte gedacht, dass man vom Strand in Thailand aus seine Stimme abgeben kann? Es wird auch ungültige Stimmen verhindern und die Auszählung der Stimmen beschleunigen.

Die Regierung von Basel-Stadt hat indes beschlossen, die E-Voting-Versuche im laufenden Jahr auszusetzen. Ein bisschen schade, aber das könnte ja auch eine Chance für die anderen Kantone sein. Luzern plant darüber hinaus, ab 2028 E-Voting schrittweise auf ausgewählte Pilotgemeinden auszuweiten. Die Stadt Luzern könnte dabei eine der ersten Gemeinden sein, die diese spannende Technologie nutzt.

Die Sicherheit im Fokus

Ein weiterer Punkt, den man nicht außer Acht lassen sollte: Die Sicherheit. Das E-Voting-System erfüllt die hohen Sicherheitsanforderungen des Bundes. Schließlich geht es hier um unsere politischen Rechte – da gibt es keine Kompromisse. Das Motto „Sicherheit vor Tempo“ scheint hier wirklich Programm zu sein. Niemand möchte, dass bei der Stimmabgabe etwas schiefgeht. Die Voraussetzungen für eine vertrauenswürdige elektronische Stimmabgabe sind gegeben, und das Stimmgeheimnis bleibt gewahrt.

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Das Projekt Vote électronique, ein gemeinsames Vorhaben von Bund und Kantonen, hat das Ziel, eine barrierefreie, mobile und nachvollziehbare Stimmabgabe zu ermöglichen. Es wird spannend zu sehen, wie sich die E-Voting-Versuche in Luzern und den anderen Kantonen entwickeln. Der Versuchsbetrieb wird bis 2029 ausgewertet, und danach entscheidet der Kantonsrat über die Weiterführung des E-Voting-Angebots. Die Zukunft der Stimmabgabe könnte, mit all ihren Vorzügen, tatsächlich vor der Tür stehen.