Am 25. Juni wird der Bodensee zur Kulisse für ein außergewöhnliches Kunstereignis, das niemanden kalt lassen wird. Unter dem Titel «Cargo & Interface» bringt die österreichische Künstlerin Barbara Husar ein multikulturelles Spektakel auf die Wasseroberfläche, das sich gewaschen hat! Mit Beteiligung aus Österreich, Deutschland und der Schweiz wird diese Performance zu einem kreativen Austausch, der nicht nur die Sinne anregt, sondern auch zum Nachdenken anregt. Der Bodensee wird an diesem Tag zum Schauplatz einer Inszenierung, die Natur, Kunst und menschliche Orientierung miteinander verbindet.

Inmitten dieser künstlerischen Darbietung wird ein vergoldeter Kieslader, ein 27 Meter langes, mit Goldfolien (Rettungsdecken) bedecktes Monstrum, im Mittelpunkt stehen. Das Teil stammt von der Salzmann Hafenbau AG aus Fussach und wird normalerweise für den Transport von Kies eingesetzt. Barbara Husar hat es jedoch in ein poetisches Symbol transformiert, das die Themen Orientierung und Beständigkeit verkörpert. Ein Sextant mit einer 5,30 Meter langen Achse wird dabei zum Zeichen für die Suche nach dem Nordstern – ganz analog und nicht digital. Irgendwie nostalgisch, oder?

Ein Fest für die Sinne

Doch das ist noch nicht alles. Während die Schiffe aus Bregenz, Lindau und Romanshorn auf dem Bodensee sternförmig um den Kieslader kreisen, wird es auch kulinarisch zur Sache gehen. Die Besucher dürfen sich auf ein Fest für die Sinne freuen, denn während der Fahrt werden köstliche Speisen und erlesene Weine serviert. Man kann sich das Bild lebhaft vorstellen – der Sonnenuntergang spiegelt sich im Wasser, während der Duft von frisch zubereiteten Gerichten in die Nase steigt. Das alles zusammen ist einfach nur geil!

Ein weiteres Highlight ist die «Euterballon-Erhebung», ein zentraler Moment der Inszenierung, der die Verschmelzung von Luft und See symbolisiert. Der riesige schwebende Euter steht für den «Urquell allen Nährens» und verweist auf die Fürsorge und Fortpflanzung, die für uns Menschen wie für alle Säugetiere grundlegend sind. Diese Performance ist gewissermaßen auch eine Art soziale Skulptur, deren endgültige Form durch Wetter und die realen Begegnungen der Menschen entsteht.

Ein trinationaler Begegnungsmoment

Das Projekt «Cargo & Interface» ist nicht nur eine künstlerische Darbietung, sondern auch eine Einladung zur Reflexion über unsere Beziehung zur Natur und unsere eigenen Werte. Es aktiviert eine der ältesten Navigationsausrichtungen in einem trinationalen Begegnungsmoment, der durch den Bodensee als verbindenden Raum geprägt wird. Und das alles geschieht unter dem Nordstern, der für viele von uns ein uraltes Symbol für Orientierung darstellt. Komischerweise erinnert das an alte Zeiten, als man noch mit den Sternen navigierte und nicht einfach nur den GPS-Karten auf dem Smartphone vertraute.

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Das Wetter wird sicherlich eine entscheidende Rolle spielen. Die Realisierung des Projekts ist wetterabhängig, was dem Ganzen eine zusätzliche spannende Note verleiht. Vielleicht wird der Wind die Schiffe sanft schaukeln und das Licht der untergehenden Sonne die Atmosphäre noch magischer machen. Wer weiß? Eines ist sicher: die Besucher werden es mit allen Sinnen erleben und sich auf eine Reise in die Kunst und die Natur begeben, die es so noch nicht gegeben hat.

Warten wir ab, was der Bodensee am 25. Juni für uns bereithält. Die Vorfreude ist groß und die Erwartungen noch viel größer!