Heute ist der 4. Mai 2026 und in Thurgau gibt es wieder einmal Anlass zur Besorgnis, wenn es um Brände an landwirtschaftlichen Maschinen geht. Am 30. April geriet eine Ballenpresse in Donzhausen in Flammen. Glücklicherweise konnte die Feuerwehr des Zweckverbands Sulgen-Kradolf-Schönenberg schnell eingreifen, sodass es keine Verletzten gab. Doch der Sachschaden beläuft sich auf mehrere tausend Franken – eine hohe Summe, die viele Landwirte nicht einfach so aus der Portokasse stemmen können.

Die Kantonspolizei Thurgau vermutet eine technische Brandursache. Dies ist ein häufiger Übeltäter bei Bränden an Traktoren, Mähdreschern und Pressen. Ein Blick auf die jüngsten Vorfälle zeigt, dass Brände bei landwirtschaftlichen Maschinen alles andere als selten sind, besonders während der hektischen Erntezeit. Ein Beispiel: Ein Landwirt, der nach dem Rapsdreschen seinen Mähdrescher mit Druckluft reinigte, bemerkte nach nur dreieinhalb Stunden Flammen am Gerät. Trotz seiner Bemühungen, das Feuer mit einem Bordfeuerlöscher zu löschen, wurde der Mähdrescher ein Totalschaden. Der Brandursachenermittler stellte fest, dass sich Erntegut an heißen Oberflächen entzündet hatte. Technische Defekte wurden in diesem Fall ausgeschlossen – ein echtes Warnsignal!

Präventive Maßnahmen

Um solche Vorfälle zu vermeiden, ist es wichtig, einige Empfehlungen zur Brandverhütung zu befolgen. Regelmäßiges Entstauben und Warten von Fahrzeugen und Geräten sollte zur Routine werden. Und ja, auch das Schmieren hat seinen Platz in der Prävention – es hilft, Hitzeentwicklungen entgegenzuwirken. Ein Feuerlöscher kann Leben retten, auch wenn er nicht obligatorisch ist. Und das Wichtigste: Schnelles Handeln ist entscheidend! Maschinen sollten sofort abgekoppelt und, wenn möglich, in Sicherheit gebracht werden. Man kann nie vorsichtig genug sein!

Ein Funke, der durch einen Stein entsteht, kann genügen, um einen Mähdrescher in Brand zu setzen. Und auch defekte Kugellager, die überhitzen, sind ein großer Risikofaktor. Zu geringe Spannung bei Keilriemen kann dazu führen, dass sie rutschen und sich aufheizen – eine fatale Kombination. Staub und Stroh, die sich an heißen Maschinenteilen wie dem Abgaskrümmer anlagern, sind zusätzliche Brandherde. Das Risiko ist also allgegenwärtig und erfordert höchste Aufmerksamkeit.

Die Rolle der Witterung

Besonders in Zeiten großer Trockenheit und Hitze sind die Gefahren noch größer. Während der Getreideernte sollten Landwirte besonders wachsam sein. Da kann ein kleiner Funke schon große Flammen entfachen. Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) hat sich diesem Thema angenommen und bietet Aufklärung über Brandursachen und Prävention an. Es ist unerlässlich, dass die Wartungsintervalle eingehalten werden, damit das Risiko minimiert wird.

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Die EU-Richtlinie 2006/46/EG fordert zudem, dass Maschinen so konstruiert sind, dass Brand- und Überhitzungsrisiken vermieden werden. Doch das ist nur ein Teil der Lösung. Letztendlich liegt es an den Landwirten selbst, dafür zu sorgen, dass ihre Maschinen regelmäßig gereinigt und gewartet werden. Am Ende des Tages ist es einfach besser, auf Nummer sicher zu gehen.