Heute ist der 22. Mai 2026 und in Amriswil, im Kanton Thurgau, gibt es einen Grund zur Freude! Vor wenigen Wochen, Anfang Mai, wurde der Verein Behindertenkonferenz Thurgau (Beko TG) ins Leben gerufen. Ein Moment, der die Inklusion von Menschen mit Behinderungen in unserer Gesellschaft ein Stück weit voranbringen könnte. Bei der Gründungsversammlung in der Pizzeria Eufrat haben sich 45 Personen als Mitglieder eingeschrieben – ein beeindruckendes Zeichen für das Engagement in dieser wichtigen Sache.

Der Verein hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, die Inklusion und die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen zu fördern. Das klingt vielleicht etwas theoretisch, aber es hat handfeste Auswirkungen auf das tägliche Leben. Man denke nur an die Barrierefreiheit in öffentlichen Einrichtungen oder die Unterstützung, die benötigt wird, um selbstbestimmt leben zu können. Hier wird wirklich etwas in Bewegung gesetzt. Die Versammlung war lebhaft, mit Diskussionen über die Vereinsstatuten, die einige Mitglieder als verbesserungswürdig ansahen. Letztlich wurde der Vorschlag zur Genehmigung der Statuten jedoch angenommen – allerdings mit der Auflage, dass diese überarbeitet werden müssen. Das zeigt, dass hier eine aktive und mitdenkliche Gruppe am Werk ist.

Ein starkes Team für eine wichtige Sache

Die Wahl des ersten Präsidenten, Roger Lieberherr, war ein weiterer Höhepunkt des Abends. Unter der Leitung von Hansueli Salzmann als Tagespräsident wurde die Versammlung nicht nur formell, sondern auch sehr menschlich. Es war spürbar, dass die Anwesenden für die Sache brennen. Der erste Vorstand setzt sich aus engagierten Persönlichkeiten zusammen: Susi Rutishauser, Daniel Wapp, Remo Biedermann, David Belz und Mira Fischbacher – sie alle werden sich dafür einsetzen, dass die Stimme der Menschen mit Behinderungen gehört wird.

Ein zentraler Punkt, der an diesem Abend zur Sprache kam, war die Wichtigkeit von Barrierefreiheit. Der Verein plant verschiedene Maßnahmen, einschließlich der Entwicklung einer Homepage und der Nutzung von Social Media, um die Öffentlichkeit für die Anliegen von Menschen mit Behinderungen zu sensibilisieren. Auch die Anpassung von Halteknöpfen an Bahnhöfen sowie die Bereitstellung von Hilfsmitteln in Schwimmbädern sind in Planung. Das ist nicht nur notwendig, sondern auch ein Schritt in die richtige Richtung – weg von der Ausgrenzung und hin zu einem Miteinander.

Aktionswochen zur Sichtbarmachung von Hindernissen

Passend dazu stehen im Kanton Thurgau vom 15. Mai bis 15. Juni 2024 die ersten Aktionstage «Behindertenrechte» an, die gemeinsam von Kantonen und Bund organisiert werden. Hier wird ein weiterer Schritt in die richtige Richtung unternommen, um Hindernisse im Alltag sichtbar zu machen. Es ist eine Gelegenheit, die Bevölkerung aktiv einzubinden und ein breiteres Verständnis für die Herausforderungen zu schaffen, mit denen Menschen mit Behinderungen konfrontiert sind. Das Motto «Zukunft Inklusion» verspricht eine Vielzahl von Aktionen, die unter dem Leitsatz «Miteinander statt nebeneinander» stehen. Susanne Ruthishauser, die von ihrem Leben mit Beeinträchtigung berichtet, wird sicherlich dazu beitragen, das Bewusstsein für die Notwendigkeit von Unterstützung zu schärfen.

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Charlotte Mäder, Geschäftsstellenleiterin von «TAB Freizeit und Bildung», hat mehrere dieser Aktionen mitinitiiert. Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen, daran teilzunehmen und sich aktiv zu engagieren. Die Website www.zukunft-inklusion.ch/tg/kalender bietet alle Informationen zu den geplanten Aktionen. Das ist eine fantastische Chance, um Barrieren abzubauen und echte Begegnungen zu schaffen.

Im Jahr 2022 wurde bereits ein Grundlagenbericht zur Umsetzung der UNO-Behindertenrechtskonvention erstellt, der die Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen im Kanton Thurgau erfasst hat. Das Ergebnis des Berichts zeigt die Notwendigkeit eines breiteren gesellschaftlichen Verständnisses zur Förderung der Inklusion. Es ist an der Zeit, dass wir alle mit anpacken, um eine inklusive Gesellschaft zu schaffen, in der jeder seinen Platz hat.