Ein brennendes Missverständnis: Wenn der Garten zum Feuerteufel wird
Es war ein ruhiger Sonntagabend im Thurgau, als ein 60-jähriger Mann beschloss, seinem Garten etwas frischen Wind zu verleihen. Mit einem Gasbrenner bewaffnet, wollte er das Unkraut im Garten eines Einfamilienhauses zu Leibe rücken. Was dann geschah, hätte jedoch niemand vorhersehen können. Der Efeu an der Fassade des Hauses, der wie ein stiller Zeuge des Geschehens dastand, entzündete sich plötzlich und entfachte ein Feuer, das sich rasch auf den Dachstock ausbreitete. Ein Schreckensszenario, das uns alle zum Nachdenken bringen sollte!
Die Feuerwehr des Sicherheitsverbunds Hinterthurgau reagierte blitzschnell. Mit Unterstützung eines Funktionärs des Amtes für Umwelt wurde der Brand gelöscht, bevor er noch größeren Schaden anrichten konnte. Glücklicherweise gab es keine Verletzten, doch der Sachschaden belief sich auf mehrere zehntausend Franken. Ein ungünstiger Verlauf für einen, der doch nur Unkraut beseitigen wollte. Die Kantonspolizei Thurgau warnt eindringlich vor der Nutzung von Abflammgeräten in der Nähe von Gebäuden und Pflanzen. Ein Gartenschlauch oder ein Feuerlöscher sollten immer griffbereit sein, um im Notfall schnell handeln zu können.
Brandgefahr durch Gasbrenner
Ähnliche Vorfälle sind nicht die Ausnahme, sondern scheinen sich zu häufen. Ein Beispiel aus Bergkamen zeigt, wie leicht ein Feuer entfacht werden kann: Ein 67-jähriger Mann setzte mit einem Propangasbrenner eine zwei Meter lange Hecke in Brand, und die Flammen griffen ruckzuck auf ein daneben geparktes Cabriolet über. Das Dach des Autos wurde durch Funkenflug beschädigt! Auch hier gab es glücklicherweise keine Verletzten. Frank Frenser von der Feuerwehr Bonn warnt eindringlich: Viele unterschätzen die Gefahr, besonders bei trockenen Bedingungen. Die Hitze und der Wind sind die gefürchteten Verbündeten, die ein kleines Flämmchen schnell zu einem lodernden Inferno verwandeln können.
Deshalb rät er, beim Einsatz von Gasbrennern einige Sicherheitsvorkehrungen zu beachten. Abstand zu brennbaren Materialien halten, den Boden von trockenem Laub und Ästen befreien und vor allem: Nicht bei trockenem oder windigem Wetter verwenden. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte Alternativen zur Unkrautbekämpfung in Betracht ziehen – wie die Verwendung von heißer Luft oder Infrarottechnik. Zupfen von Unkraut mit den Händen bleibt die sicherste Methode. Man muss sich ja nicht unnötig in Gefahr bringen, oder?
Abflammen als beliebte Methode
Die Beliebtheit des Abflammens von Unkraut wächst. Kein Wunder, denn die Geräte sind meist mit Propangas befeuert und schon für kleines Geld in Discountern erhältlich. Sie arbeiten mit Temperaturen über 1000 Grad Celsius – da wird es schnell heiß! Doch die Risiken sind nicht zu unterschätzen. Wind, Trockenheit und Funkenflug können die Flammen blitzschnell ausbreiten. In vielen Landkreisen gab es in den letzten Jahren wiederholt Brände, die durch das Abflammen verursacht wurden. Das betrifft nicht nur die angrenzenden Gebäude, sondern auch Zäune und Gärten, die in Flammen aufgingen.
Die Feuerwehr rät daher ausdrücklich von der Nutzung dieser Geräte ab und gibt Sicherheitshinweise: Brandausbreitung auf ungewollte Bereiche muss ausgeschlossen sein. Der Bereich um das zu bearbeitende Gebiet sollte gewässert werden. Lange Kleidung und geschlossene Schuhe tragen – Verbrennungen sind schnell passiert. Und nicht vergessen: Ein Feuerlöscher, eine Löschdecke oder ein Wasservorrat sollten immer bereitstehen. Sicherheit geht vor, vor allem, wenn man in der eigenen grünen Oase werkelt.
