Bio-Ackerbautage: Ein Schlaraffenland für die nachhaltige Zukunft der Landwirtschaft
Die 10. Schweizer Bio-Ackerbautage haben am Wochenende auf der malerischen Staatsdomäne St. Katharinental in Diessenhofen stattgefunden. Ein Ort, der von der Familie Dörig bewirtschaftet wird und nach den strengen Bio Suisse-Richtlinien eine bunte Palette an Feldfrüchten und Gemüse anbaut. Man könnte sagen, dass das Event ein wahres Schlaraffenland für alle Bio-Fans war. Und das Beste? Der Eintritt war kostenlos! So richtig mit Zählungen hat man sich nicht beschäftigt, aber Mediensprecher Adrian Krebs schätzte die Besucherzahl auf über 2000. Ein beeindruckendes Comeback nach den letzten Jahren!
Am Freitagvormittag war der Parkplatz schon fast voll – da merkt man, dass das Interesse groß war. Die Menschen haben sich auf dem Ausstellungsgelände verteilt, aber bei den Feldposten bildeten sich schnell größere Gruppen. Wer hätte gedacht, dass man so viele Gleichgesinnte an einem Ort finden kann? Es war einfach schön zu sehen, wie engagiert die Besucher waren und wie lebhaft die Diskussionen zu den verschiedenen Forschungsprojekten und Feldmaschinen waren.
Ein Netz der Bio-Community
Urs Brändli, der Präsident von Bio Suisse, zeigte sich äußerst zufrieden mit der Etablierung der Bio-Ackerbautage als nationalen Netzwerk-Anlass. Das ist nicht nur ein Event, sondern auch eine Plattform für den Austausch und die Vernetzung innerhalb der Bio-Community. Besonders spannend war das Fachpodium, wo über Strategien zur Steigerung des Absatzes von Bioackerbauprodukten diskutiert wurde. Urban Dörig, der Hausherr, sprach offen über die Absatzschwierigkeiten, die gerade bei beliebten Kulturen wie Frühkartoffeln und Tofu-Soja auftreten.
Und dann war da Philipp Wyss, der Vorsitzende der Geschäftsleitung von Coop. Er kündigte an, dass Coop der Schweizer Bio-Landwirtschaft künftig weitere Absatzmöglichkeiten bieten wolle. Das klingt vielversprechend! Aber nicht alle waren mit den Vorschlägen einverstanden. Walter Schönholzer, der Thurgauer Volkswirtschaftsminister, stellte die Idee einer Bio-Quote in öffentlichen Kantinen infrage und betonte vielmehr die Verantwortung der Konsumenten. Ein spannendes Hin und Her, das zeigt, wie wichtig dieses Thema ist.
Unterstützung für Bio-Umsteller
Aber nicht nur auf den Ackerbautagen wird über den biologischen Anbau gesprochen. Das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) spielt eine zentrale Rolle, wenn es um angewandte Forschung und Beratung im biologischen Landbau geht. Die Beratungsleistungen sind für Umstellungsinteressierte eine wertvolle Hilfe, um die richtigen Entscheidungen zu treffen. Wer sich für eine Umstellung interessiert, kann sich bei Bio Suisse melden und erhält Unterstützung. Die Nachfrage nach diesen Beratungen ist groß, aber die Verfügbarkeit ist begrenzt – also schnell sein lohnt sich!
Das FiBL stellt sogar Merkblätter zur Verfügung, die wichtige Informationen zur Umstellung und Vermarktung bieten. So wird der Weg in den biologischen Anbau ein bisschen leichter. Es ist einfach toll zu sehen, wie die Community zusammenarbeitet, um die Bio-Landwirtschaft voranzubringen.
Insgesamt spiegelt die Veranstaltung nicht nur die Leidenschaft für biologischen Anbau wider, sondern auch den großen Willen, gemeinsam etwas zu bewegen. Ob bei den spannenden Diskussionen, dem Austausch von Erfahrungen oder den wertvollen Informationen – hier wurde die Zukunft des Bio-Ackerbaus lebendig. Und das ist etwas, was man unbedingt unterstützen sollte!
