Am vergangenen Wochenende machte sich eine Reisegruppe aus Basel auf, um die sonnigen Seiten des Tessins zu entdecken. Der erste Halt führte sie nach Erstfeld, wo sie die erste Autobahnkirche der Schweiz besuchten. Diese beeindruckende Kirche, die mit einem faszinierenden Spiel von Helligkeit und Dunkelheit aufwartet, bot den Reisenden einen spirituellen Moment, trotz des gefürchteten Gotthard-Staus. Die gute Stimmung blieb ungebrochen und die Gruppe setzte ihre Reise fort zur Basilika Madonna del Sasso in Orselina, die hoch über dem malerischen Locarno thront.

Die Basilika, die 1502 geweiht wurde, blickt nicht nur über die Stadt, sondern auch über den strahlend blauen Lago Maggiore. Hier begann alles im Ende des 15. Jahrhunderts, als der Franziskaner Fra Bartolomeo Piatti als Einsiedler am Fuß eines Felsens lebte. Sein asketisches Leben führte zur Errichtung eines Kults um die Jungfrau Maria, die ihm legendär erschien. Der Bau der Kirche Santa Maria Annunciata wurde durch die großzügige Spende von Antonio Guido Orelli ermöglicht und fand seinen ersten schriftlichen Nachweis als „Madonna del Sasso“ in einer notariellen Schenkungsurkunde.

Ein Wochenende voller Abenteuer

Nach der Ankunft in der Casa Moscia am Abend war es Zeit für einen gemütlichen Ausklang des ersten Tages. Am Samstag stand ein Ausflug nach Lugano auf dem Programm, gefolgt von einer Schifffahrt nach Morcote. Dort wartete ein schweißtreibender Aufstieg zur Kirche, der mit 420 Treppenstufen gespickt war. Doch die Mühe wurde mit einer herrlichen Aussicht belohnt, die den Reisenden den Atem raubte. Ein Besuch des Parco Scherrer, einem botanischen Garten mit exotischen Pflanzen, rundete den Tag ab, bevor es zurück zur Casa Moscia ging. Dort wartete ein köstliches Spaghetti-Buffet und ein geselliges Lotto-Spiel auf die Gruppe.

Der Sonntag begann mit einem gemeinsamen Gottesdienst der Gemeinde, ein weiterer Höhepunkt des Wochenendes. Anschließend führte die Reise nach Bellinzona, wo die Gruppe die charmante Altstadt und eine der drei berühmten Burgen besichtigen konnte. Nach einem Wochenende voller schöner Begegnungen und unvergesslicher Eindrücke trat die Reisegruppe die Heimreise an, erfüllt von der Wärme des Tessins.

Basilika Madonna del Sasso: Ein Ort der Anbetung und Kunst

Die Basilika Madonna del Sasso ist nicht nur ein spiritueller Ort, sondern auch ein Zentrum künstlerischer Schönheit. Die Wände der Kirche sind mit Fresken geschmückt, darunter eine Madonna auf dem Thron mit Kind, die dem Künstler Domenico Pezzi zugeschrieben wird. Diese Fresken erzählen Geschichten und zeugen von der reichen Geschichte der Wallfahrtsstätte. Im Jahr 1814 wurde die Kirche um etwa die Hälfte verkleinert, um Platz für Prozessionen zu schaffen und die Zugänglichkeit zu verbessern.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Im Laufe der Jahrhunderte erlebte die Kirche zahlreiche Renovierungen und Erweiterungen, darunter die Errichtung weiterer Kapellen und die Verschönerung des Sacro Monte, die 1617 mit der Krönung der Madonna del Sasso begann. 1918 wurde die Kirche zur Basilica minor erhoben, und seither zieht sie Pilger und Touristen aus aller Welt an.

Mit ihrer einzigartigen Mischung aus Geschichte, Kunst und Spiritualität bleibt die Basilika Madonna del Sasso ein faszinierendes Ziel im Herzen des Tessins. Für die Reisenden aus Basel war das Wochenende im Tessin nicht nur eine Auszeit vom Alltag, sondern auch eine Reise zu den Wurzeln der Glaubenskultur und der Schönheit der Natur.