In Basel, wo die Gassen oft eng und verwinkelt sind, gibt es ein spannendes Projekt, das nicht nur die Sicherheit der Kinder auf dem Schulweg erhöht, sondern auch für mehr Bewegung und soziale Kontakte sorgt: den VCS Pedibus. Ein Programm, das Kindern ermöglicht, in begleiteten Gruppen zur Schule zu gehen. Hierbei dürfen die Kleinen selbstständig „ein- und aussteigen“, während sie von Erwachsenen begleitet werden. Das klingt einfach – und genau das ist es auch! Christa Boesinger, die Projektleiterin Pedibus für die Deutschschweiz, hebt hervor, dass dieses Konzept nicht nur sicherheitsfördernd ist, sondern auch eine Art von Freiheit für die Kinder darstellt.

Besonders in der Westschweiz und im Tessin hat sich der Pedibus bereits etabliert. Mit fast 400 Routen, die über 4000 Kinder täglich nutzen, hat das Programm das Potenzial, die Schulwege deutlich sicherer zu gestalten. Zusammen mit Aaron Rudolf von Rohr, dem Pedibus-Koordinator, wird deutlich, dass aufgrund des zunehmenden Verkehrs Handlungsbedarf besteht. Immerhin geschehen 40% der schweren Kinderunfälle auf dem Schulweg. Jährlich sterben in der Schweiz ein bis zwei Kinder bei Verkehrsunfällen auf dem Weg zur Schule. Das sollten wir uns wirklich zu Herzen nehmen.

Ein sicherer Schulweg für alle

Die Gassen sind oft ohne Trottoirs, gelbe Markierungen zeigen Fußgängerbereiche an. Zu Mittagszeit ist das Verkehrsaufkommen hoch, und die Kinder müssen lernen, auf Autos und Verkehr zu achten. Der Pedibus leistet hier einen enormen Beitrag: Er entlastet nicht nur die Eltern, sondern fördert auch die Selbstständigkeit der Kinder. Eine Win-win-Situation! Und das Beste daran? Die Nutzung von Elterntaxis wird reduziert, was die Unfallgefahr rund um Schulen mindert.

Die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) unterstützt das Projekt Pedibus und hat sogar bis vor Kurzem eine kostenlose Unfallversicherung für die Begleitpersonen angeboten. Jetzt übernimmt diese der Touring Club Schweiz (TCS). Das zeigt, wie wichtig allen Beteiligten die Sicherheit der Kinder ist. Die Schule in La Neuveville hat den Pedibus ebenfalls willkommen geheißen, da er zur Sicherheit in der Umgebung der Schule beiträgt und den Verkehr verringert. Und ganz nebenbei hat das Ganze auch noch umweltfreundliche Vorteile – weniger Autos bedeuten weniger Emissionen!

Gemeinsam unterwegs

Der Pedibus fördert nicht nur die Sicherheit, sondern auch die Gesundheit. Zu Fuß zur Schule bringt Bewegung in den Alltag der Kinder und sorgt dafür, dass sie sich besser kennenlernen. Kinder reihen sich auf und halten sich an einem Seil fest für die „Fahrt“ zur Schule. Dabei lernen sie, in organisierten Gruppen Verantwortung zu übernehmen und füreinander da zu sein. Kommunen können solche Initiativen durch Organisation und Treffpunkte unterstützen – das ist eine tolle Möglichkeit, um das Gemeinschaftsgefühl zu stärken.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Helle Kleidung, Reflektoren und Sicherheitswesten erhöhen die Sicherheit, besonders bei Regen und Dunkelheit. Und ehrenamtliche Helfer werden geschult, um die Kinder an schwierigen Stellen zu begleiten. So steigt die Sicherheit auf dem Schulweg enorm. Jährlich nehmen über 180.000 Kinder an Verkehrserziehungsprogrammen teil – das zeigt, wie wichtig das Thema ist. Es gibt wirklich viele Möglichkeiten, wie wir alle dazu beitragen können, die Schulwege sicherer zu machen.

Wer hätte gedacht, dass ein einfaches Konzept wie der Pedibus so viele positive Aspekte mit sich bringt? Von der Förderung der Selbstständigkeit über die Stärkung sozialer Kontakte bis hin zur Verringerung des Verkehrsaufkommens – der Pedibus ist definitiv mehr als nur ein Schulweg-Programm. Es ist ein Schritt in die richtige Richtung für eine kinderfreundliche und nachhaltige Verkehrspolitik! Und wenn du mehr darüber erfahren möchtest, schau doch mal auf pedibus.ch vorbei.