Die Schweiz steckt mitten in einer Hitzewelle, die uns bis zu 36 Grad beschert. Ja, du hast richtig gehört! Diese Woche lässt sich die Sonne nicht lumpen, und die Temperaturen klettern weiterhin in schwindelerregende Höhen. Am Montag, dem 13. Juli, erwarten wir zwischen 31 und 35 Grad, während es in den Voralpen und Alpen immer noch angenehm bleibt mit 29 bis 34 Grad.

Aber halt, es gibt Licht am Ende des Tunnels! Ab Dienstag zeigt sich die Gewitterneigung und sorgt für ein wenig Abkühlung, wenn auch nur kurzfristig. Gewitter können lokal auch mit Sturmböen einhergehen. Und spätestens ab Donnerstag erwarten uns tägliche Schauer und Gewitter – endlich ein bisschen Regen! Diese Unwetterprognosen bringen uns eine willkommene Erfrischung nach den drückenden Temperaturen.

Ein Blick auf die Rekorde

<pDiese Hitzewelle hat sogar historische Ausmaße erreicht. In Städten wie Genève/Cointrin wurden Temperaturen von 35,6 °C gemessen, während Bern/Zollikofen und Luzern mit 34,5 °C und 34,4 °C dicht gefolgt sind. Wenn man bedenkt, dass dies die zweithöchsten Temperaturen seit Beginn der Aufzeichnungen sind, übertroffen nur von der Hitzewelle im August 2003, wird einem schon etwas mulmig. Die aktuelle Hitzewelle tritt zudem im Juni auf, was in der Schweiz beispiellos ist – normalerweise erleben wir diese extremen Temperaturen erst später im Sommer.

In Lugano beispielsweise liegt das mittlere Tagesmaximum bei 32,7 °C, was die vierthöchste Temperatur seit 1864 darstellt. Über 12 Hitzetage gab es bis zum 26. Juni in tiefen Lagen der Nord- und Südschweiz, und die Prognosen zeigen, dass die Hitze in den kommenden Tagen nicht so schnell weichen will.

Klimawandel im Fokus

Doch hinter diesen extremen Wetterbedingungen steht ein ernstes Thema: der Klimawandel. Sonia Seneviratne, eine anerkannte Klimaforscherin von der ETH Zürich, warnt seit Jahren vor den Folgen menschlichen Handelns. Die Schweiz hat es besonders schwer getroffen, mit einer regionalen Erwärmung von mehr als drei Grad. Im Vergleich dazu liegt die globale Erwärmung bei 1,4 Grad. Diese Extreme bringen nicht nur Hitzewellen mit sich, sondern auch Trockenheit, Starkregen und die schleichende Gefahr des Gletscherschwunds.

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Und das Schmelzen des Permafrosts? Das erhöht das Risiko für Bergstürze und Wasserknappheit. Die aktuellen Bedingungen könnten uns schon bald vor neue Herausforderungen stellen, wenn die Temperaturen im späteren Sommer weiter steigen. Laut Seneviratne ist die Infrastruktur der Schweiz nicht ausreichend auf die veränderten klimatischen Bedingungen vorbereitet – und das ist ein wirklich besorgniserregender Punkt!

So bleibt uns nur, die nächsten Tage im Auge zu behalten und auf ein wenig Regen zu hoffen. Denn auch wenn die Sonne strahlt und die Hitze drückt, wissen wir, dass der Klimawandel uns begegnet und wir bald die Auswirkungen spüren könnten. Ein bisschen Wehmut ist da schon dabei, wenn man an die schönen Sommertage denkt und gleichzeitig die Augen für die Realität öffnet.