In der malerischen Kulisse des Tessins, wo die Sonne warm auf die Hügel scheint, entfaltet sich eine besondere Geschichte des Miteinanders und der Hoffnung. Der offizielle Verein «Quadratini e Carità» hat sich gegründet, und er bringt Menschen zusammen, die trotz Krankheit und schwieriger Umstände den Glauben an das Glück nicht verloren haben. Das hat auch Papst Franziskus im Jahr 2023 erkannt, als er Don Eugenio bat, sich intensiv um die kranken Menschen zu kümmern. Ein Appell, der nicht nur Worte sind, sondern in der Praxis lebendig wird.

Don Nembrini, der Seelsorger des Vereins, hat seine Wurzeln in Bergamo und besucht kranke Menschen direkt zu Hause. In einer Zeit, in der viele sich isoliert fühlen, schafft er Brücken – sei es durch Online-Treffen oder durch die Organisation von Ferienlagern, die mehr sind als nur ein Ort der Erholung. Hier ist alles eher spontan und unorganisiert, aber das macht es nur menschlicher. 2023 in der Toskana zum Beispiel haben 500 Menschen an einem Lager teilgenommen, um Gemeinschaft zu erleben und sich gegenseitig zu unterstützen.

Ein Netzwerk der Hoffnung

In einer Chatgruppe mit über 3000 Mitgliedern tauschen sich die „Quadratini“ aus – viele kennen sich, einige sind Atheisten, andere kämpfen mit ihrer Wut. „Manchmal ist es wichtig, sich mit der eigenen Wut auseinanderzusetzen“, sagt Don Nembrini und ermutigt die Mitglieder, darüber nachzudenken, wie diese Emotionen ihr Glück beeinflussen. Es ist ein ehrlicher Umgang mit dem Leben, der auch die Gesunden einlädt, ihren Wunsch nach Leben und Glück zu reflektieren. Hier wird nicht nur an Heilung geglaubt, sondern auch an die transformative Kraft von Christus. Das Wunder geschieht nicht nur in der Heilung, sondern vor allem in der Verwandlung der Menschen.

Caterina, eine Quadratina, beschreibt die christliche Freundschaft als dynamisch und unterstützend. Es sind diese kleinen, alltäglichen Gesten der Zuwendung, die den Unterschied machen. Papst Franziskus hat in seinen Dankesworten während eines Krankenhausaufenthalts betont, wie wichtig die selbstlosen Gesten der Hilfe sind. „Die Ehrenamtlichen geben Hoffnung in der Gesellschaft“, sagte er und erinnerte daran, dass jeder von uns, egal wie gesund oder krank, Teil dieser Gemeinschaft ist.

Ein ganzheitlicher Ansatz

Die Christlich integrative Heilkunde (CIH) greift diesen Gedanken auf und unterstützt Menschen dabei, in ihrem Leben zu wachsen, sei es in der Vorsorge, der Beschwerdelinderung oder in Heilungsprozessen. Es geht um mehr als nur körperliche Gesundheit; die Integration aller Dimensionen – körperlich, psychisch, sozial und spirituell – ist hier der Schlüssel. Die Zusammenarbeit zwischen Pflegekräften, Medizinern und Seelsorgern ist entscheidend, um ein umfassendes Bild von Gesundheit zu erhalten.

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Hier wird der unveränderliche Wert des Menschen betont, unabhängig von Beeinträchtigungen oder Krankheiten. Die Rolle der Gemeinden ist dabei nicht zu unterschätzen; sie sind aufgefordert, Räume für Heilung und Versöhnung zu schaffen. Die Ideen der CIH sind nicht nur theoretisch, sondern sie ermutigen zur praktischen Umsetzung im Alltag. Dies geschieht durch Gebet, Vergebung und praktische Hilfe – ein lebendiger Ausdruck des Glaubens, der aus dem Herzen kommt.

Wir leben in einer Zeit, in der es wichtig ist, die spirituelle Dimension in das Gesundheitswesen zu integrieren. Der Diskurs über ethische, ökonomische und gesellschaftliche Herausforderungen ist notwendig, um eine Kultur zu schaffen, die sowohl körperliche als auch seelische Heilung fördert. Die Einladung an alle Christen im Gesundheitswesen, sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen und sie weiterzuentwickeln, bleibt bestehen.