Heute ist der 7.05.2026, und es gibt Neuigkeiten aus der Velowelt, die uns in Basel ganz besonders interessieren dürften. Burgdorf, diese charmante Stadt, hat bei der nationalen Umfrage von Pro Velo wieder einmal einen großen Coup gelandet und sich den begehrten Prix Velo gesichert. Die Freude ist groß, denn Burgdorf führt die Rangliste der Städte mit weniger als 30’000 Einwohnern an. Wer hätte das gedacht? Damit hat sich die Stadt nicht nur den Titel „velofreundlichste Stadt“ erkämpft, sondern auch ein weiteres Mal bewiesen, dass Engagement und gute Planung Früchte tragen. Die Umfrage, an der fast 38’000 Velofahrende aus der ganzen Schweiz teilgenommen haben, zeigt auch, dass die Durchschnittsnote für die Veloinfrastruktur in der Schweiz noch immer ungenügend ist. Es bleibt also viel zu tun.

Winterthur und Köniz haben sich ebenfalls gut geschlagen und sind die besten Vertreter der Groß- und Mittelstädte. Es ist erstaunlich zu sehen, wie der Wettbewerb zwischen den Städten die Veloinfrastruktur vorantreibt. Die Präsidentin von Pro Velo Schweiz, Delphine Klopfenstein Broggini, hat die Behörden eindringlich aufgefordert, die Veloinfrastruktur zu verbessern. Das ist dringend notwendig, denn die Sicherheitsbewertung hat die niedrigste Note von 3,6 erhalten. Das lässt die Frage aufkommen, wie viele Velofahrende sich tatsächlich sicher fühlen, wenn sie die Straßen erobern.

Ein Blick in die Vergangenheit

Der Prix Velo wird alle vier Jahre verliehen, und auch die vorherigen Ausgaben bieten spannende Einblicke in die Entwicklung der Veloinfrastruktur. In 2016 beispielsweise erhielt die Stadt Luzern den Hauptpreis für ihre Velo-Offensive „Spurwechsel“. Auch Bern und Bulle wurden für ihre Initiativen ausgezeichnet. 2012 war Basel-Stadt mit dem „Stückisteg“ an der Reihe, der als Hauptpreis feierte. Das zeigt, dass unser Kanton durchaus im Rennen ist, aber wir müssen dranbleiben. Immerhin, in der aktuellen Umfrage schneidet Zürich besser ab als zuvor, während Lugano die rote Laterne trägt – ein echtes Warnsignal für die Verantwortlichen dort.

Die Veloinfrastruktur in der Schweiz hat zwar Fortschritte gemacht, aber der Notendurchschnitt bleibt unter 4. Das bedeutet, weniger als ein Drittel der Städte erreicht die Mindestanforderung. Die Sicherheit ist ein entscheidender Punkt, und wie wir wissen, sind Kreuzungen oft die schwächsten Glieder in Velorouten. Hier könnte das Handbuch des ASTRA, das standardisierte Knotenlösungen zur Verbesserung der Sicherheit bietet, ein echter Game-Changer sein.

Der Weg nach vorne

Mit dem Veloweggesetz (VWG) wird der Bau von Velobahnen in den Gemeinden gefördert. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, denn attraktive und sichere Veloparkplätze sind entscheidend, um das Velo als Verkehrsmittel noch populärer zu machen. Mangelnde Abstellmöglichkeiten und Sicherheitsbedenken schränken die Nutzung stark ein. Wer möchte schon sein Velo im Regen stehen lassen oder hat Angst, es könnte geklaut werden? Das Handbuch gibt wertvolle Hinweise, wie man solche Probleme angehen kann und welche Qualitätsanforderungen bei der Planung von Velorouten zu beachten sind.

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Die nächste Ausgabe des Prix Velo wird mit Spannung erwartet, denn das Ziel ist es, mindestens eine Note von 4 zu erreichen. Es bleibt spannend, wie sich die Städte weiterentwickeln werden. Für uns Velofahrende heißt es, dass wir weiterhin auf die Straßen müssen, um unsere Stimmen zu erheben und die Verantwortlichen zu einem Umdenken zu bewegen. Gemeinsam können wir die Veloinfrastruktur verbessern und dafür sorgen, dass das Radfahren in der Schweiz zu einem sicheren und angenehmen Erlebnis wird!