Heute ist der 7.05.2026 und während ich hier im sonnigen Tessin sitze, dreht sich meine Gedankenwelt um die Immobilienpreise in der Schweiz. Im April 2023 blieben die Angebotspreise für Wohneigentum auf einem ähnlichen Niveau wie zuvor. Einfamilienhäuser verzeichneten einen leichten Rückgang von 0,2 Prozent, während die Preise für Eigentumswohnungen stagnieren konnten – ein Anstieg um gerade einmal 0,1 Prozent. Also, kein Grund zur Panik, aber auch nicht gerade ein Grund zum Feiern.
Die Preisentwicklung in diesem Jahr hat sich merklich abgeflacht. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Einfamilienhäuser lag Ende April bei 8018 Franken. Ein Rückgang von 17 Franken im Vergleich zum Vormonat. Für ein typisches Einfamilienhaus mit 140 Quadratmetern muss man also über 1,1 Millionen Franken auf den Tisch legen. Eigentumswohnungen kommen auf einen Durchschnittspreis von 9422 Franken pro Quadratmeter. Im Jahresvergleich sieht’s allerdings positiver aus: Einfamilienhäuser sind um 4,3 Prozent teurer geworden und Eigentumswohnungen sogar um 4,4 Prozent. Aber, und das ist wichtig, die regionale Preisentwicklung zeigt ein differenziertes Bild.
Regionale Unterschiede
In der Zentralschweiz beispielsweise gab es einen Rückgang bei Einfamilienhäusern um 4,2 Prozent, während es im Mittelland um 1,5 Prozent nach unten ging. Spannend wird es in der Nordwestschweiz, wo die Preise um 1,2 Prozent gestiegen sind, und in der Genferseeregion, wo sie um 0,9 Prozent zulegten. Für Eigentumswohnungen sieht die Lage im Tessin nicht rosig aus – hier gab es einen Rückgang um 0,8 Prozent. Im Gegensatz dazu verzeichnet die Genferseeregion einen Anstieg von 1,2 Prozent. Die Unterschiede sind also nicht nur regional, sondern auch in den Typen von Immobilien bemerkenswert.
Jetzt wird’s interessant, wenn wir einen Blick über die Grenze nach Deutschland werfen. Hier sind die Immobilienpreise in den letzten Jahren förmlich explodiert. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Kaufimmobilien liegt bei etwa 2.950 Euro und hat im Vergleich zum letzten Quartal um 0,3 Prozent zugelegt. Die Preisspanne ist enorm – von 1.101 Euro bis zu unglaublichen 21.256 Euro pro Quadratmeter. Auch in Deutschland gibt es, wie in der Schweiz, regionale Unterschiede. Die Mietpreise variieren stark, je nach Lage und Ausstattung. Im Vergleich dazu scheinen die Schweizer Preise, besonders im Einfamilienhaus-Sektor, für viele immer noch als stabil und verlässlich.
Marktentwicklung im Kontext
Beide Länder zeigen, dass die Immobilienpreise stark von regionalen Gegebenheiten abhängen. Während die Schweiz eine gewisse Stabilität aufweist, ist Deutschland in einem regelrechten Preiskampf gefangen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Märkte in den kommenden Monaten entwickeln werden – ob das Angebot die Nachfrage übertreffen wird oder ob wir weiterhin mit Preisanstiegen rechnen müssen. Die Frage, die sich viele stellen, ist: Wo liegt der ideale Zeitpunkt für den Kauf oder Verkauf? Ein Blick auf die Zahlen kann helfen, aber am Ende des Tages entscheiden auch persönliche Umstände und Wünsche. Wer weiß, vielleicht ist der Traum vom Eigenheim in der Schweiz doch nicht so weit weg, wie man denkt.